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DVR fordert automatische Feststellbremsen für Nutzfahrzeuge

Wegrollen beim Be- und Entladen vermeiden

59 Unfälle mit 25 Todesopfern gab es von 2011 bis 2017 durch wegrollende Fahrzeuge zum Beispiel beim Kuppeln oder beim Be- und Entladen von Nutzfahrzeugen. Und hier handelt es sich nur um Arbeits- und Wegeunfälle; Unfälle mit wegrollenden privaten Kraftfahrzeugen, die nicht in Zusammenhang mit Fahrten zur bzw. von der Arbeitsstätte standen, sind nicht mitgezählt. Genug Grund für den Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), an den § 14 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zu erinnern. Darin steht, dass vor Verlassen des Fahrzeugs die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen zu betätigen sind. Heißt: Der Fahrer muss die Feststellbremse bzw. „Handbremse“ anziehen. Und der DVR geht sogar noch einen Schritt weiter: Er fordert speziell für Nutzfahrzeuge und Busse den Einbau von Feststellbremsen, die sich selbsttätig einlegen, wenn der Fahrer den Fahrersitz verlässt.

Die organisatorischen oder technischen Maßnahmen, die die Unfallversicherungsträger den Arbeitgebern vorschlagen (z.B. Unterweisungen der Mitarbeiter und Sicherungssysteme an der Laderampe), reichen offensichtlich häufig nicht aus, wie die Unfallzahlen zeigen.  Selbsttätige Handbremsen könnten laut dem DVR für wesentlich mehr Sicherheit sorgen. Er fordert deswegen Fahrzeughersteller auf, die Entwicklung und den serienmäßigen Einbau von solchen Feststellbremsen zu forcieren und herstellerübergreifend einheitliche Funktionalitäten zu entwickeln.

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