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UK und BG: Lohndaten ein letztes Mal doppelt übermitteln

Digitales Lohnnachweisverfahren und Stammdatenabgleich: Das müssen Sie wissen!

Nur noch ein Mal: Für das Beitragsjahr 2017 müssen Unternehmen den Lohnnachweis, der zur Berechnung der Beiträge für Berufsgenossenschaften und Unfallkassen dient, doppelt melden – sowohl digital als auch auf herkömmlichem Weg, also per Papier oder Extranet. Die gesetzliche Frist für die Einreichung der Daten endet am 16. Februar 2018. Ab dem Beitragsjahr 2018 (mit Stichtag im Februar 2019) wird nur noch die digitale Meldung nötig und möglich sein.

Im Februar 2017 mussten Unternehmen ihre Lohndaten für die Unfallversicherung das erste Mal zusätzlich zum herkömmlichen Verfahren auch digital übermitteln. Mit dem parallelen Verfahren über zwei Jahre wollen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Daten-Qualität sichern. Wofür BG und UK die Daten brauchen, erklärt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen: "Ohne Lohnnachweisdaten müssten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Beitragsgrundlage schätzen, und das könnte unter Umständen zu überhöhten Forderungen führen."


Stammdatenabgleich vor der Datenübermittlung

Neu ist seit letztem Jahr, dass Betriebe vor der Übermittlung der Lohnnachweise einen Stammdatenabgleich durchführen müssen. Unternehmen, die ein Entgeltabrechnungsprogramm nutzen, müssen vor der Datenübermittlung aktiv ihre Stammdaten überprüfen bzw. aktualisieren. Für den Stammdatenabruf sind Zugangsdaten des zuständigen Unfallversicherungsträgers (UVT) nötig. Diese bestehen aus der Betriebsnummer und der Mitgliedsnummer des Unternehmens sowie einer PIN. Betriebe, denen keine Zugangsdaten vorliegen, können diese bei ihrer BG oder UK erfragen. Bei Verwendung eines systemgeprüften Entgeltabrechnungsprogramms erfolgt der Stammdatenabgleich in der Regel mittels der im Unternehmen eingesetzten Software.

Wird kein systemgeprüftes Entgeltabrechnungsprogramm genutzt, ist eine eigenständige Stammdaten-Abfrage nicht nötig. Diese geschieht automatisch vor Abgabe des Lohnnachweises mittels der systemgeprüften Ausfüllhilfe sv.net.

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