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Gabelstapler und Krane: Sicherheits-Mängel in 80 Prozent der Betriebe

Ergebnisse von Arbeitsmittelprüfungen in NRW

Ernüchternde Ergebnisse von Arbeitsmittelprüfungen in Nordrhein-Westfalen: Die staatlichen Aufsichtsbehörden kontrollierten im Rahmen der "Woche des Arbeitsmittels" Anfang November 2017 in 329 Betrieben, ob gesetzliche Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsvorschriften bei der Benutzung von Gabelstaplern und Kranen eingehalten werden. Das Ergebnis: 80 % der Betriebe verstoßen gegen die gesetzlichen Vorschriften! Das heißt, vier von fünf Betrieben scheint es nicht so wirklich zu interessieren, welche Vorgaben für möglichst sichere Arbeit einzuhalten sind. In jedem dritten Unternehmen fanden die Behörden sogar so schwerwiegende Mängel vor, dass sie Arbeitsmittel stilllegten. 55 Gabelstapler, 53 Krane und 75 sonstige Geräte durften von jetzt auf gleich nicht mehr benutzt werden, weil sie eine Gefahr für die Beschäftigten waren.

  • Von 329 überprüften Arbeitgebern kamen also unglaubliche 269 Arbeitgeber ihren gesetzlichen Pflichten nicht nach.
  • Gravierende technische Mängel fanden die Prüfer in 122 Fällen vor. Wartung und Instandhaltung? Fehlanzeige! Verschlissene Reifen, defekte Sicherheitseinrichtungen oder fehlende Not-Halt-Schalter waren an der Tagesordnung.
  • Gegen 174 Betriebe wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.
  • In 263 Fällen bedienten nicht unterwiesene Beschäftigte Gabelstapler und Krane.
  • Weitere schwerwiegende Arbeitsschutzmängel fanden die Kontrolleure in 83 Betrieben. Zum Beispiel sei ein Druckbehälter aus dem Verkehr gezogen worden, der seit über zehn Jahren nicht geprüft worden sei und von dem eine akute Gefahr für die Beschäftigten ausging. Ein Aufenthaltsraum sei so verdreckt gewesen, dass den Aufsichtsbeamten nach eigenen Angaben fast übel geworden sei.

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann zeigte sich von den Kontroll-Ergebnissen „erschüttert“.

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