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Aufsichtbehörden ziehen falsch gekennzeichnete Chemikalien aus dem Verkehr

Kennzeichnungspflicht nach CLP-VO nicht erfüllt

Über 500 überprüfte Unternehmen und über 14.000 Produkte, die wegen veralteter Chemikalienkennzeichnung aus dem Verkehr gezogen werden mussten: Das ist die Bilanz der nordrhein-westfälischen Behörden für Chemikaliensicherheit aus Überprüfungen in Fachmärkten für Autozubehör, Tankstellen, Schnäppchenmärkten, Drogeriemärkten, Reformhäusern, Kaufhäusern, Apotheken und Baumärkten sowie bei Großhändlern, die zwischen Juni und Mitte Dezember 2017 stattfanden.

Bei Kontrollen von Verkaufsregalen wurden Lacke und Farben, Putz-, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Lufterfrischer, Bremsflüssigkeiten, Spachtelmassen und weitere Produkte entdeckt, die nicht der neuen Kennzeichnungspflicht nach der CLP-Verordnung entsprechen. Am 01. Juni 2017 lief die letzte CLP-Deadline für den Handel ab. Vorher hatte es eine zweijährige Übergangsfrist gegeben. Seit 1. Juli dürfen die alten Gefahrensymbole mit einem orangefarbenen Quadrat im Hintergrund nicht mehr im Handel zu finden sein. Die Gefahrenpiktogramme sind jetzt weiß, rautenförmig und haben einen roten Rahmen.

 "Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Anrecht darauf, zu erfahren, welche möglichen gesundheitlichen Risiken mit dem Kauf eines Mittels verbunden sind. Wer mit verbotenen Produkten Geschäfte macht, betreibt zudem einen unfairen Wettbewerb. In Nordrhein-Westfalen nehmen wir solche Verstöße nicht hin“, sagte Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

Auf Produkte mit alten Chemikalienkennzeichnungen, die im gewerblichen Bereich noch aufgebraucht werden, hatte die Deadline keinen Einfluss. Hier kann es aber schwierig werden, wenn sich die Einstufung eines Gemisches oder eines Stoffes geändert hat …

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