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Arbeitszeit: Fast 10% der Beschäftigten sind unzufrieden

Destatis-Zahlen zur Zufriedenheit der Erwerbstätigen

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Arbeitszeit? Das wollte das Statistische Bundesamt (Destatis) von den Beschäftigten in Deutschland wissen. Das Ergebnis: Fast 10% der Erwerbstätigen würden gern etwas an ihrer Wochenarbeitszeit ändern. 1,2 Millionen würden gerne weniger arbeiten. Mehr als doppelt so viele wollen dagegen Wochenarbeitsstunden aufstocken.

So gab es 2016 laut Destatis 2,6 Millionen Unterbeschäftigte – das ist die Anzahl der Erwerbstätigen zwischen 15 bis 74 Jahren, die sich mehr Arbeitszeit wünscht. Dagegen wollten 1,2 Millionen Erwerbstätige auch trotz entsprechend weniger Lohn ihre Arbeitszeit reduzieren; das sind die sogenannten Überbeschäftigten. Bei durchschnittlich 41 Millionen Erwerbstätigen in Voll- und Teilzeit  im Jahr 2016 waren also 3,8 Millionen mit ihrer Arbeitszeit unzufrieden. Immerhin fast 10 %.

Unterbeschäftigte arbeiteten durchschnittlich 28,9 Stunden und wollten gern um 10,9 Stunden aufstocken. Überbeschäftigte waren im Durchschnitt 41,6 Stunden die Woche tätig und wollten um 11 Stunden reduzieren. Wenn alle so könnten, wie sie wollten, würden auf jeden Erwerbstätigen im Durchschnitt 0,4 Stunden mehr Arbeit pro Woche entfallen.

An der Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden änderte sich im Vergleich zu 2015 bei den Vollzeitbeschäftigten nichts. Teilzeitbeschäftigte arbeiteten mit 19,8 Wochenarbeitsstunden 0,1 Stunden mehr als 2015. Insgesamt ergab sich eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit für alle Beschäftigten zwischen 15 und 74 Jahren von 35,6 Stunden – inklusive der Stunden, die 5,4% der Beschäftigten mit Nebentätigkeiten verbrachten. Ohne Nebentätigkeiten lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei 35,2 Stunden.

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