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Kälteschutz und Rutschsicherheit: Tipps für die Winter-Baustelle

Gesund und sicher bei Eis, Schnee und Kälte

Auf Winter-Baustellen ist besondere Vorsicht angesagt! Ausrutschen auf eisigen Flächen (die Zahl der Stolper-, Sturz- und Rutschunfälle ist in den vergangenen drei Wintern stark angestiegen) oder Erkältungen wegen nicht ausreichendem Kälteschutz sind nur zwei der Gefahren. Die Verantwortung für gesunde und sichere Arbeit liegt hier aber nicht nur beim Arbeitgeber, der für den Arbeitsschutz verantwortlich ist, sondern auch bei den Beschäftigten. Worauf beide Parteien achten sollten, fasst die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) zusammen. "Um die Gesundheit zu schützen, sollten Unternehmen und Beschäftigte für ein sicheres Arbeitsumfeld und auch für persönlichen Kälteschutz sorgen“, erklärte Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU.


Übrigens: Laut dem AOK-Fehlzeitenreport 2017 liegt die jährliche Arbeitsunfähigkeit im Hoch- und Tiefbau bei 14,9 Tagen. Das sind 3,2 Tage mehr als im Schnitt aller Branchen.


Zwiebelsystem bei der Arbeitskleidung gegen Auskühlung

Immer öfter kann unabhängig von der Witterung auch im Winter munter weitergebaut werden: Die Verwendung moderner Baustoffe sowie neue technische Verfahren machen das möglich. Die winterlichen Verhältnisse machen die Arbeit auf dem Bau aber ungleich unsicherer. Wer dann noch zu leichte oder falsche Bekleidung trägt, hat sich ganz schnell erkältet oder eine Gelenkerkrankung zugezogen, die chronisch werden kann. Beschäftigte dürften nicht auskühlen, so die Experten. Aber: "Darauf haben nicht allein die Arbeitgeber zu achten, sondern auch die Arbeitnehmer“, sagte Arenz. Er empfiehlt den Bau-Beschäftigten im Winter bzw. an kalten Tagen mehrere Lagen Kleidung übereinander zu tragen. Jacke und Hose aus Mikrofasern sowie darunter Wäsche aus Fleece-Material nähmen Feuchtigkeit auf und sorgten für Wärme. Schutzkleidung sollte auftretende Feuchtigkeit durch Schwitzen nach außen leiten und einen wirksamen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und Umgebung ermöglichen. Da über den Kopf die meiste Wärme abgegeben wird, sind Wintermützen unverzichtbar.


Gutes Licht und freie Wege für Absturzsicherheit

Bei Schneefall werden Lichtbänder auf Dächern oft zur Absturzfalle: Diese seien meist nicht durchsturzsicher, bei Schnee aber oft auch einfach nicht mehr zu sehen. Nicht durchbruchsichere Dächer, zum Beispiel von Tennis- oder Reithallen, seien eine ebensolche Gefahr. Auch Anschlagpunkte für die Absturzsicherung seien unter dem Schnee oft nicht mehr zu erkennen. Die Lösung: Verkehrswege, Laufstege, Treppen und Gerüste müssen geräumt und mit auftauenden Mitteln gestreut sein, bevor die Arbeit beginnt. Eine gute Beleuchtung, je nach Tätigkeit bis zu 500 Lux und auf Verkehrswegen blendfreies Licht mit mindestens 20 Lux, verhindert Sturz- und Rutschunfälle ebenfalls. Man sieht dann eben viel besser, wo man hintritt.

Viele weitere Tipps und Hinweise für die sichere Arbeit auf winterlichen Baustellen finden Sie über die Links.

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