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SVLFG: Das ist neu bei der alternativen Betreuung

Seit Anfang 2018 gelten diese Änderungen fürs LUV-Modell

Alle Mitglieder der Solzialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) aufgepasst: Wenn Sie die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung nach dem LUV-Modell gewährleisten, müssen Sie sich auf einige Änderungen einstellen. Das LUV-Modell ist die sogenannte "alternative Betreuung" durch den Unternehmer selbst, der sich dafür fortbilden und schulen muss, dafür aber keine externen Arbeitsmediziner und keine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) braucht. Diese Art der Betreuung ist allerdings nur bei einer geringen Beschäftigtenzahl möglich. Geregelt ist die alternative Betreuung nach dem LUV-Modell in der Vorschrift für Sicherheit und Gesundheitsschutz VSG 1.2. Mit den Änderungen will die SVLFG ihre Regelungen mehr an die der gewerblichen Berufsgenossenschaften anpassen.


Die wichtigsten Änderungen im LUV-Modell auf einen Blick

  • Jetzt ist die alternative Betreuung für Unternehmer der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus möglich, die nicht mehr als 20 Beschäftigte haben. Vorher galt eine Höchstgrenze von 15 Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft, aber von 40 Beschäftigten im Gartenbau. Beschäftigt ein Unternehmen im Schnitt mehr als 20 Personen, fällt es also seit Januar unter die Regelbetreuung, für die Sifa und Betriebsärzte beauftragt werden müssen.
  • Mitarbeitende Familienangehörige mit einem Arbeitsvertrag müssen jetzt in die Berechnung der Beschäftigtenzahl einfließen. Außerdem wird der Mittelwert der im Unternehmen je Kalenderjahr Beschäftigten ab sofort mit einem Korrekturfaktor multipliziert. Und zwar für Vollzeitkräfte mit 1,0, für Teilzeitkräfte bis zu 30 Wochenstunden mit 0,75 und für Teilzeitkräfte bis zu 20 Wochenstunden mit 0,5.
  • Neue Fristen für die Schulungen gibt es auch: Der Grundlehrgang, der aus drei Schulungstagen besteht, ist jetzt innerhalb eines Jahres abzuschließen, nachdem festgestellt wurde, dass eine arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung notwendig ist. Innerhalb von vier Jahren wird ein Aufbaulehrgang notwendig. Eine weitere Fortbildung muss nach spätestens fünf Jahren absolviert sein.
  • Es dürfen nicht mehr alle Unternehmer den Grund- und den Aufbaulehrgang in einem Fernlehrgang absolvieren. Der Fernkurs ist nur noch für die Arbeitgeber möglich, deren Unternehmen den Betreuungsgruppen II und III zugeordnet sind. Und das gilt auch nur, wenn es kein Ausbildungsbetrieb ist und im Jahresdurchschnitt höchstens 10 Personen beschäftigt sind. Unternehmer, deren Betriebe der Betreuungsgruppe I angehören (große Gefährdungen, bspw. Unternehmen mit Forstarbeiten oder Rinderhaltung), können sich also nicht mehr im Fernlehrgang in Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit ausbilden lassen. Hier gibt es aber eine Übergangsregelung: Unternehmern, die ihren Betrieb der Betreuungsgruppe I nach dem LUV-Modell betreuen, wird ein bis zum 30. Juni 2018 erfolgreich abgeschlossener Fernlehrgang als Grund- und Aufbaulehrgang des LUV-Modells anerkannt. Arbeitgeber, die bisher den Grundlehrgang absolviert haben, müssen bis spätestens 31. Dezember 2021 einen Aufbaulehrgang besuchen.


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