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Hoher Krankenstand 2017: Aber die psychischen Erkrankungen waren nicht schuld

Topaktuelle DAK-Analyse zu AU-Tagen 2017

Ein hoher Krankenstand, aber ein geringer Anstieg bei psychischen Erkrankungen: Das waren die beiden hervorstechendsten Merkmale der Analyse von Krankschreibungen 2017. Die DAK-Gesundheit hat die Daten von etwa 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet.

Demnach stieg der Krankenstand von 3,9 % im Jahr 2016 auf 4,1 % (Frauen: 4,4 %; Männer: 3,8 %) . Das war aber hauptsächlich einer Erkältungswelle geschuldet, die die Zahl der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen in die Höhe schnellen ließ. Die Zahl der AU-Tage wegen psychischer Erkrankungen stieg 2017 nur um knapp 1,5 % an. 48,6 % der Erwerbstätigen waren im Jahr 2017 mindestens einmal krankgeschrieben.

Nach wie vor sind es folgende drei Diagnosegruppen, auf die 53,9 % aller Arbeitsunfähigkeitstage entfallen:

  • Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE), wie beispielsweise Rückenschmerzen, verursachten 21,8 % der Fehltage im Jahr 2017
  • Auf Platz 2 mit 16,7 % aller AU-Tage haben sich die Ausfälle wegen psychischer Erkrankungen festgesetzt
  • Atemwegserkrankungen, wozu Erkältungen mit Husten und Schnupfen gehören, waren im Jahr 2017 für 15,4 % der Fehltage verantwortlich. 100 Erwerbstätige fielen umgerechnet 230 Tage wegen Atemwegserkrankungen aus – das sind 18 Tage mehr als 2016!


Gute Branchen, schlechte Branchen ...

Die DAK analysierte auch, welche Branchen 2017 „am ungesündesten“ waren: In Verkehr, Lagerei und bei Kurierdiensten gab es jeweils einen hohen Krankenstand von 4,8 %, gefolgt vom Gesundheitswesen mit 4,7 %. Am unteren Ende der Skala liegt der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit einem Krankenstand von 2,8 %.

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