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Immer mehr Unternehmen erlauben Homeoffice-Arbeit

Bitkom-Umfrage nennt Hindernisse und Voraussetzungen für Telearbeit

Aller Unkenrufe zum Trotz: Homeoffice scheint doch nicht tot zu sein. Laut einer neuen Bitkom-Umfrage in 1.500 Unternehmen erlauben 39 % der Arbeitgeber ihren Beschäftigten, ganz oder zumindest teilweise von zu Hause aus zu arbeiten. Das ist ein Anstieg von 9 Prozentpunkten innerhalb eines Jahres!

51 % der Unternehmen erwarten außerdem, dass der Anteil der Homeoffice-Mitarbeiter in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiter steigen wird. "Digitale Technologien erlauben es, zu jeder Zeit und von jedem Ort aus zu arbeiten. Homeoffice wird in den Unternehmen zum Standard, und dafür braucht es klare Regeln", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Von den Unternehmen ist Vertrauen gefordert, von den Mitarbeitern Selbstorganisation und auch Selbstdisziplin."

Darum entscheiden sich Unternehmen gegen Homeoffice:

  • 67 % geben an, dass Homeoffice nicht für alle Mitarbeiter möglich sei und niemand ungleich behandelt werden dürfe.
  • 56 % meinen, dass ohne direkten Austausch mit Kollegen die Produktivität sinke.
  • 52 % sehen Homeoffice generell nicht vor.
  • Für 35 % sprechen Arbeitsschutzbestimmungen gegen Homeoffice.
  • 32 % befürchten, dass sie die Arbeitszeit so nicht kontrollieren können.
  • 18 % schrecken vor den Kosten für die technische Ausstattung zurück.
  • 18 % haben Bedenken wegen des Datenschutzes
  • 15 % befürchten, dass sich die Mitarbeiter in Homeoffice weniger mit dem Unternehmen identifizieren.


Übrigens: Der Arbeitsschutz bei der sogenannten Telearbeit ist in der Arbeitsstättenverordnung geregelt. Eine große Gefahr ist, dass die Abgrenzung zwischen Privat- und Berufsleben verloren geht.


Bitkom rät Unternehmen, klare Regeln für die Heimarbeit zu formulieren und über Rechtslage und Gesundheitsschutz aufzuklären. Arbeitnehmer müssten zu Hause eine gute Arbeitsumgebung schaffen, Prioritäten setzen können und Eigenverantwortung aufbringen, um produktiv zu sein. Gerade in der Anfangsphase sollte sie ihr Arbeitgeber dabei unterstützen.

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