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Sturz- und Rutschunfälle: So vermeiden Sie sie!

Von rutschfesten Böden und sicheren Arbeitsschuhen

Etwa ein Drittel aller Arbeitsunfälle im Jahr 2016 waren Stolper-, Sturz- und Rutschunfälle – das meldet die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) aus ihren Mitgliedsbetrieben. Das heißt, allein dort gab es 2016 etwa 24.000 solcher SRS-Unfälle!

Was auf den ersten Blick amüsant wirken und die Lacher der Kollegen auf sich ziehen mag, endet oft mit nicht unerheblichen Schäden. Entschädigungskosten im sechsstelligen Bereich sind laut der BG bei Sturz- und Rutschunfällen keine Seltenheit. Dass den Unternehmen durch die teilweise schwer verletzten Beschäftigten Ausfälle und finanzielle Schäden entstehen, ist logisch. Und dass der verunfallte Beschäftigte den größten Schaden hat, braucht wohl nicht erwähnt zu werden. Deswegen setzt die BGN auf Prävention.

Gründe für SRS-Unfälle sind laut der Berufsgenossenschaft oft beschädigte oder ungeeignete Bodenbeläge, verschmutzte Fußböden und untaugliches Schuhwerk, genauso wie Hektik, Stress und daraus resultierende mangelnde Aufmerksamkeit. "Erste Wahl bei der Prävention ist eine Gefährdungsbeurteilung, in die alle Faktoren einfließen", so die BG.


Geeigneter Bodenbelag

Laut der Arbeitsstättenverordnung beziehungsweise den Technischen Regeln für Arbeitsstätten müssen Fußböden in Gewerbebetrieben rutschhemmend, leicht zu reinigen und eben sein. Die Rutschhemmung ist eine messbare Größe. Dabei ist der Grad der Rutschhemmung in so genannten Bewertungsgruppen von R 9 bis R 13 definiert. Die BGN-Arbeitssicherheitsinformation ASi 4.40 "Unfallsichere Gestaltung von Fußböden" gibt in Tabellen Aufschluss über die erforderliche Einstufung unterschiedlicher Arbeitsbereiche. Damit ein rutschhemmender Boden auch dauerhaft rutschhemmend bleibt, darf er nur mit dem richtigen Reinigungsmittel in einer angemessenen Dosierung gepflegt werden.

Beseitigen Sie außerdem eventuelle Stolperstellen in Fußböden und reparieren Sie oder tauschen Sie beschädigte Böden und Beläge so schnell wie möglich aus. Vermeiden Sie des Weiteren Absätze und Ausgleichsstufen! Wenn das nicht geht, kennzeichnen Sie sie deutlich mittels einer gelb-schwarzen Warnmarkierung! Fußmatten, Läufer und Teppiche dürfen nicht wegrutschen oder Wellen schlagen, ihre Ränder dürfen nicht hochstehen.


Geeignete Schuhe

Wählen Sie Arbeitsschuhe mit rutschfesten Sohlen, die dem Fuß festen Halt bieten und damit ein Umknicken und Unsicherheiten unwahrscheinlicher machen. Arbeitsschuhe und auch Sicherheitsschuhe sollten bequem sein: "Schlecht sitzende oder unbequeme Schuhe sind auf Dauer nicht nur eine Qual – gestresste Füße sind auch anfällig für Fehltritte."

Die typischen SRS-Fallen sind also:

  • nasse, rutschige und verschmutzte Böden
  • zu glatte Bodenbeläge
  • lockere Fliesen, wackelnde Gitterroste
  • Fußmatten und Teppiche mit aufstehenden Ecken und Rändern
  • herumliegende oder im Weg stehende Gegenstände (Kabel, Kisten, Eimer)
  • vorstehende Schubladen
  • schlechte Beleuchtung, speziell an Treppen, Stufen, Fluren und in Abstellräumen
  • fehlende Geländer und Haltegriffe
  • ungeeignetes Schuhwerk
  • Hektik, Stress, Unachtsamkeit.

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