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Arbeitsunfall-Statistik 2017: Erste Zahlen von der DGUV

Weniger schwere Arbeitsunfälle

Das sind die Zahlen, auf die Arbeitsschützer und Arbeitsschutz-Interessierte immer mit Spannung warten: Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die vorläufigen Statistiken zu Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Unfallrenten für das Jahr 2017 veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • 873.562 meldepflichtige Arbeitsunfälle gab es im Jahr 2017 – das waren 0,4 % weniger als 2016.
  • Um 2,2 % stieg dagegen die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle an. 2017 verunglückten 190.095 Menschen auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause.
  • Einen Tiefstand gab es bei den neuen Unfallrenten: Mit 18.244 gab es 604 Fälle weniger als im Vorjahr.
  • 454 Arbeitsunfälle endeten im Jahr 2017 tödlich – das sind 30 mehr als im Jahr zuvor. Dabei sank diese Zahl in einigen Branchen wie der Chemischen Industrie oder dem Transport, in anderen nahm sie zu.
  • 29 Personen weniger als 2016 verunglückten im Jahr 2017 auf dem Arbeitsweg tödlich. Insgesamt starben 282 Beschäftigte bei einem Wegeunfall.

"Die Zahl der Arbeitsunfälle bleibt weiter auf niedrigem Niveau, neue Unfallrenten - das bedeutet schwere Unfälle - gehen zurück. Und auch die Zahl der Schülerunfälle ist rückläufig", sagt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. "Aber so erfreulich die Zahlen sind, sie zeigen auch: Vom Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, sind wir noch weit entfernt. Hier setzt deshalb die neue Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung an." Breuer weist in diesem Zusammenhang auf die neue Präventionskampagne kommmitmensch hin. Sie will dazu beitragen, dass sich in Betrieben eine gute Präventionskultur durchsetzen kann.


Übrigens: Die Zahl der Schülerunfälle ging von 2016 auf 2017 um 4,6 % zurück (es ereigneten sich 1.184.603 Schulunfälle), die der Schulwegunfälle um 5,3 % (2017: 105.319).

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