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Vorsicht, Allergieauslöser! Gepuderte Latexhandschuhe nicht erlaubt

Auch bei anderen Handschuh-Materialien auf Puder verzichten

Gepuderte Latexhandschuhe sind am Arbeitsplatz nicht erlaubt. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) weist ausdrücklich darauf hin, weil sie den verbotenen Handschutz bei Betriebsbesuchen in Tierarztpraxen immer wieder vorgefunden hatte. Der Grund dafür, dass diese Schutzhandschuhe nicht verwendet werden dürfen: Sie bergen ein hohes Allergierisiko!

Eine Latexallergie kann sich in unterschiedlichen allergischen Kontaktreaktionen ausdrücken: von Juckreiz, Rötungen und Fließschnupfen bis hin zum lebensbedrohlichen allergischen Schock. Und natürlich gilt für eine Reaktion auf Latex, was für alle anderen Allergien auch gilt: Sie sind nicht heilbar.


Proteine und Puder sind hautgefährliche Kombination

Der problematische, allergieauslösende Stoff im Naturlatex sind Proteine. "Gepuderte Latexhandschuhe sind besonders gefährlich, da sich die Proteine am Puder anlagern. Beim An- und Ausziehen der Handschuhe werden die Allergieauslöser aufgewirbelt. So gelangen sie auch in die Umgebung und in die Atemwege", so die BGW.

Die Experten empfehlen aber, auch bei latexfreien Handschuhen ungepuderte Varianten zu verwenden. Denn das Puder führe zu Mikroreibungen und verändere den physiologischen pH-Wert der Haut in Verbindung mit dem Schweiß in Handschuhen.


TRGS 401 verbietet gepuderte Latexhandschuhe

Das Verbot von gepuderten Latexhandschuhen finden Sie in der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 401 "Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen", die die Gefahrstoffverordnung konkretisiert. Dort heißt es: "Werden aus hygienischen Gründen Einmalhandschuhe aus Latex eingesetzt, so darf der Proteingehalt 30 μg/g Handschuhmaterial nicht überschreiten. Einmalhandschuhe aus Latex dürfen nicht gepudert sein."


Alternativen und Produktlisten

Als Alternative empfiehlt die Berufsgenossenschaft Handschuhe aus Nitrilkautschuk oder Vinyl. Produkt-Listen mit latexfreien und puderfreien Untersuchungs- und OP-Handschuhen finden Sie auf der Webseite der Hautklinik der Uniklinik Erlangen. Der Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) können bei der Auswahl der richtigen Modelle helfen.

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