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Pendler sind unzufriedener

BAuA-Faktenblatt zur Arbeitszeitbefragung

Wer weniger pendelt und damit mehr Zeit für Freizeit hat, ist glücklicher: Auf dieses einfache Ergebnis kann man wohl die neueste Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) reduzieren. Und auch die Gesundheit leidet unter langen Arbeitswegen: Je weiter ein Beschäftigter zum Job fahren muss, desto eher klagt er über körperliche Beschwerden wie Erschöpfung, Nacken- und Schulterschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Was gegen diesen Pendelstress hilft, kann die BAuA ebenfalls sagen: Selbstbestimmte Arbeitszeiten, Gleitzeitregelungen und planbare Wege- und Arbeitszeiten mildern die Nachteile der weiten Pendelwege etwas ab. Wer dagegen Termin- und Leistungsdruck verspürt, bei dem verstärken sich die negativen Pendel-Effekte. Arbeitgeber können also durchaus etwas dafür tun, dass pendelnde Beschäftigte es leichter haben: Mehr Freiheiten sind eine gute Arbeitsschutz-Maßnahme!

Dieses eindeutige Bild des Pendelns entwirft die BAuA im Faktenblatt "Pendeln und gesundheitliche Beschwerden". Die Daten stammen aus der BAuA-Arbeitszeitbefragung aus dem Jahr 2015. Trotz der negativen Folgen steigt die Zahl der Berufspendler scheinbar unaufhaltsam: Die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland braucht bis zu 30 Minuten zu ihrem Arbeitsplatz. Die Pendelwege werden außerdem immer länger und Pendeln wird zudem immer teurer.

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