Nachricht

Normungsroadmap Industrie 4.0 auf Hannover Messe

Aktualisierte Normungsstrategie wird vorgestellt

Die Normungsroadmap Industrie 4.0 hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Sie soll beschreiben, welche Normen rund um die Digitalisierung der Industrie es schon gibt, welche voraussichtlich notwendig sind und wie man damit am besten umgeht, damit der Weg durch die Industrie 4.0 gelingt. Auf der Hannover Messe, die heute beginnt, wird die neue, aktualisierte Normungsroadmap Industrie 4.0 vorgestellt. Es handelt sich um die Version 3.


Übrigens: Die "deutsche Normungs-Roadmap Industrie 4.0" Version 3 können Sie sich jetzt schon als PDF herunter laden. Sie finden sie über die Links im rechten Bereich.


Viele vermuten, dass Arbeiten in Zukunft höhere Qualifizierungen und mehr Weiterbildung erfordern. So wie es aussieht, werden gering qualifizierte Jobs verschwinden, weil sie in Zukunft von Maschinen ausgeführt werden. Es wird aber Menschen brauchen, die die Maschinen einstellen und überwachen, was technisches Know-how erfordern wird. Wie können und müssen Fort- und Weiterbildung aussehen, damit niemand auf der Strecke bleibt? Und wie kann außerdem sichergestellt werden, dass der Umgang mit neuen Techniken für die Beschäftigten sicher und gesund abläuft (Stichwörter: Virtual Reality (VR), Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK), smarte Maschinen, Kommunikation ...)? Eins ist klar und es passiert auch schon: Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz müssen zumindest teilweise neu gedacht und neu organisiert werden.

"Der erhöhte Stellenwert des Menschen erforderte eine Aktualisierung der Normungsroadmap Industrie 4.0. Auch in der Zukunft wird die Arbeit des Menschen unverzichtbar sein – menschenleere Fabriken wird es nicht geben", so Dr. Tim Jeske, wissenschaftlicher Experte des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft und Co-Autor der Normungsroadmap. Er hat das Kapitel "Mensch und Arbeit" gemeinsam mit Experten aus Verbänden und Institutionen überarbeitet und um neueste Erkenntnisse ergänzt.


"Menschengerechte Arbeitsgestaltung" soll Grundpfeiler bleiben

Die wichtigsten Aspekte rund um "Mensch und Arbeit":

  • Eine menschengerechte Gestaltung fördert Funktionalität, Zuverlässigkeit, Produktivität und vor allem die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten
  • Die komplexe betriebliche Realität erfordert eine systematische Darstellung und Analyse der Interaktionen von Mensch und Technik.
  • Die etablierten Kriterien menschengerechter Arbeit eignen sich hier als Bewertungsmaßstab.
  • Aspekte von Industrie 4.0-Arbeitssystemen wie neuartige Schnittstellen und Interaktionen, technische Flexibilität und Komplexität erfordern spezifische Erneuerungen und Erweiterungen in der Normung zur Ergonomie.

Am 25. April wird die Roadmap vorgestellt, die in Deutsch und Englisch erscheint.


Auch diese Nachrichten könnten Sie interessieren:

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies in Ihrem Browser platziert werden.  [mehr erfahren] OK, verstanden