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Asbestverbot schadet der Wirtschaft nicht

WHO-Bericht wägt Kosten und Nutzen von Asbest ab

Dass Asbest krebserzeugend ist, steht außer Frage. Die lange Inkubationszeit sorgt dafür, dass die Zahl der Menschen, die wegen des beruflich bedingten Kontaktes mit Asbest krank werden oder sterben, immer noch auf einem Höhenflug ist: Obwohl die Herstellung und Verwendung von Asbest in Deutschland seit 1993 verboten ist, sind zwischen 1994 und 2012 etwa 25.500 Beschäftigte an Folgen von Asbest gestorben. Trotzdem gehen andere Länder den Schritt eines Asbestverbotes nicht. Steckt vielleicht das liebe Geld dahinter? Auf die Wirtschaft eines Landes wirkt sich das Verbot des einstigen Wundermaterials jedenfalls nicht negativ aus, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt herausfand. Das Bruttoinlandsprodukt leidet nicht, wenn Asbest nicht mehr hergestellt und verwendet werden darf. Und wenn man die Kosten dagegenrechnet, die Asbesterkrankungen das Gesundheitssystem kostet, sollte eigentlich jedes Argument für das Material aus dem Weg geräumt sein. Laut WHO belaufen sich die Gesundheitskosten, die in Zusammenhang mit den gesundheitlichen Folgen von Asbest stehen, weltweit jedes Jahr auf 2,4 bis 3,9 Milliarden US-Dollar.

Der Bericht "Asbestos - Economic Assessment of bans and Declining Production and Consumption" der WHO ist jedenfalls ein Plädoyer für Asbestverbote. Aber lesen Sie selbst und folgen Sie den Links!

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