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Nachtarbeit der Eltern hat Auswirkungen auf die Kinder

WZB-Forscher analysierten Arbeitszeit und Kindesverhalten

Wenn Eltern abends oder nachts arbeiten, hat das negative Auswirkungen auf das Verhalten und die emotionale Stabilität ihrer Kinder – das haben zwei Forscher des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) herausgefunden. Eltern mit "familienunfreundlichen" Arbeitszeiten neigten eher zu Strenge und negativem Kommunikationsverhalten wie beispielsweise Schreien oder Schimpfen – zum Nachteil der Kinder. Da der Erziehungsstil das Wohlbefinden der Kinder entscheidend beeinflusst, sollten die eben genannten Aspekte vermieden werden.

Die Wissenschaftler werteten die Daten von 838 Kindern im Alter zwischen 7 und 10 Jahren aus. Demnach sind Abend- und Nachtarbeit der Eltern wesentlich schlechter für Kinder als wenn die Eltern am Wochenende arbeiten müssen. 23 % der befragten Väter arbeiteten regelmäßig nachts, 40 % abends, bei den Müttern leisteten 11 % Nacht- und 28 % Abendarbeit. Die Auswirkungen auf die Kinder wurden gemessen anhand von

  • Hyperaktivität
  • emotionalen Problemen
  • auffälligem Verhalten und
  • Problemen mit Gleichaltrigen.

Den deutlichsten Einfluss der familienunfreundlichen Arbeitszeit stellten die Forscher beim kindlichen Verhalten fest: "Das ist insofern bedeutsam, als Verhaltensstörungen in jungem Alter ein höheres Risiko späterer Straffälligkeit, Drogengefährdung oder schwieriger Bildungs- und Berufsverläufe mit sich bringen", gibt das Autorenteam zu bedenken.

Interessantes Detail: Abend- oder Nachtarbeit des einen Elternteils veränderten auch den Erziehungsstil des anderen.

Wissenschaftler des WZB haben übrigens auch schon herausgefunden, dass es sich schlecht auf den Nachwuchs auswirkt, wenn Väter pendeln ...

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