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REACH-Registrierungsfrist 2018: Unternehmen sollen weiter zusammenarbeiten

Pflichten der Hersteller und Importeure bestehen weiter

Puh – die letzte REACH-Registrierungsfrist ist am 31. Mai 2018 abgelaufen und Sie haben einen oder mehrere Stoffe in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen registriert? Dann sollten Sie mit diesen auch dringend weiter zusammenarbeiten! Das rät zumindest die Europäische Chemikalienagentur (ECHA).

Wenn mehrere Registranten ein und denselben Stoff unter REACH registrieren wollten, mussten sie ein sogenanntes Substance Information Exchange Forum (SIEF) bilden, um Daten auszutauschen und abzugleichen. Die Zusammenarbeit in einer solchen Gemeinschaft ist seit Ablauf der letzten REACH-Registrierungsfrist am 31. Mai 2018 nicht mehr nötig, die ECHA bittet aber trotzdem um Zusammenarbeit. Denn die Pflichten der Hersteller und Importeure von Chemikalien endeten nicht abrupt mit dem 01. Juni 2018.

Folgende Pflichten, für die eine Zusammenarbeit nötig ist, bestehen weiterhin:

  • Unternehmen müssen den gemeinsam erstellten Teil des Registrierungsdossiers immer auf dem aktuellen Stand halten. Änderungen, was Gefährdungen, Verwendung und Risikomanagementmaßnahmen angeht, sollten sie also kommunizieren!
  • Anfragen zu ihrem Stoff sollten Unternehmen, die bei der Registrierung zusammengearbeitet haben, auch gemeinsam beantworten.
  • Wenn Registranten hinzukommen, sollten die betroffenen Unternehmen Datenaustausch und Kostenteilung gemeinsam organisieren.

Wie die Unternehmen weiter zusammenarbeiten, steht ihnen frei. Die ECHA empfiehlt aber, einen Vertrag abzuschließen, in dem die Zusammenarbeit geregelt ist. Zum Beispiel sollen nur wirklich notwendige Daten ausgetauscht und entstehende Kosten sollen gerecht aufgeteilt werden.