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Sommerurlaub 2018: Zwei Drittel der Berufstätigen sind für den Chef erreichbar

Einvernehmliche Regelungen helfen allen Beteiligten

Web-Meetings am Strand abhalten, E-Mails am Flughafen abrufen: 64 % der Berufstätigen sind im Sommerurlaub für die Arbeit erreichbar. Klingt viel, sind aber wesentlich weniger als die 71 %, die im Jahr 2016 angaben, auch am Strand und bei der Stadtbesichtigung dienstlich erreichbar zu sein. 61 % derer, die erreichbar sind, lesen SMS, WhatsApp und andere Kurznachrichten, 57 % gehen aus beruflichen Gründen ans Telefon, 27 % lesen geschäftliche E-Mails.

Der Digitalverband Bitkom hat bei 1.200 Personen nachgefragt. "Digitale Technologien ermöglichen ein flexibles, selbstbestimmtes Arbeiten und können Berufstätigen mehr Freiheit geben. Gerade im Urlaub sollte man sich aber erholen, durchatmen und deshalb möglichst gut funktionierende Vertretungslösungen suchen", meint Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. Das nehmen sich gerade die Jüngeren zu Herzen: Von den 14- bis 29-Jährigen schalten 39 % im Urlaub komplett vom Job ab.

Rechtlich gilt: Arbeitnehmer müssen außerhalb der Arbeitszeit, also im Urlaub oder an Feiertagen, nicht erreichbar sein. Für leitende Angestellte gilt das Arbeitszeitgesetz aber laut Bitkom nicht. Sei die Erreichbarkeit notwendig, sollten klare und einvernehmliche Regelungen getroffen werden. Bereitschaftsdienst könne eine Lösung sein. "Besonders problematisch sind Situationen, in denen eine permanente Erreichbarkeit stillschweigend vorausgesetzt wird, ohne dass dies anderweitig kompensiert wird", so Rohleder.

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