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Krankenstand 1. Halbjahr 2018: Stärkste Grippewelle seit Jahren

Zahlen von der DAK zum Krankheitsgeschehen

Die seit Jahren schlimmste Grippewelle hatte im 1. Halbjahr 2018 immensen Einfluss auf das Krankheitsgeschehen bei Beschäftigten in Deutschland. Die Arbeitsunfähigkeits-Tage (AU-Tage) durch Influenza, Erkältungen und Atemwegserkrankungen lag um 14 % höher als im Vorjahreszeitraum. Sie waren von Januar bis einschließlich Juni 2018 der Grund für 21 % aller Ausfalltage bei Beschäftigten (2017: 18 %). Mit diesem höchsten Wert seit 2014 verdrängten sie die Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) mit 19,6 % auf Platz 2 der Gründe für Ausfall-Tage. Betroffene brauchten außerdem besonders lang, um sich von Grippe und Erkältung zu erholen: Die Dauer der Erkrankungen lag mit durchschnittlich 7,2 Tagen sehr hoch.

Gutes kann die DAK-Gesundheit, deren 2,3 Millionen Versicherte die Datenbasis lieferten, bei den psychischen Erkrankungen vermelden: Deren Anteil am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen sank mit 15,3 % im Vergleich zu 15,6 % im Vorjahr sogar minimal.

Die starke Grippewelle wirkte sich aber nicht auf den Krankenstand insgesamt aus, der mit 4,3 % stabil war. Der leichte Rückgang von Rückenschmerzen und anderen Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie von psychischen Leiden glich die vielen Grippe-Ausfälle aus.


Nach wie vor sind diese drei Krankheitsarten für über die Hälfte aller Fehltage verantwortlich:

  • Erkrankungen des Atmungssystems: Grippe und Erkältungen
  • Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE)
  • Psychische Erkrankungen



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