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2017 mehr Anerkennungen von ausländischen Berufsabschlüssen

Anstieg von syrischen Qualifikationen um 80 %

2017 wurden in Deutschland knapp 14 % mehr Berufsabschlüsse aus dem Ausland anerkannt als noch im Jahr zuvor. In 21.800 von insgesamt 31.100 Anerkennungsverfahren wurde im Jahr 2017 ein im Ausland erworbener beruflicher Abschluss "als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt", wie das statistische Bundesamt (Destatis) berichtet. 13.600 Anträge wurden im Jahr 2017 als gleichwertig, 8.200 Anträge als eingeschränkt gleichwertig beurteilt. 930 Anträge wurden zurückgezogen, 470 wurden negativ beschieden. 2016 hatte es 19.200 Anerkennungen in 27.300 bearbeiteten Anerkennungsverfahren gegeben.

Die Zahl der Anerkennungsverfahren von in der Europäischen Union erworbenen Abschlüssen sank gegenüber dem Vorjahr um 11 %, dafür stieg die Zahl der Anerkennungsverfahren für Berufsabschlüsse aus dem übrigen europäischen Ausland um 31 % und dem außereuropäischen Ausland um 36 %. Aus allen drei Regionen gab es damit im Jahr 2017 ungefähr gleich viele Anerkennungsverfahren. 


80 % mehr Anerkennungsverfahren von in Syrien erworbenen Abschlüssen

3.600 Mal und damit am häufigsten stellten Personen, die ihren Berufsabschluss in Syrien erworben haben, einen Antrag auf Anerkennung – ein Anstieg um 80 % im Vergleich zu 2016. Anerkennungsverfahren zu Abschlüssen aus Bosnien-Herzegowina gab es am zweithäufigsten (3.100 Mal; +41 %) und aus Serbien am dritthäufigsten (2.400, +56 %).

Mit 23.500 Anträgen zu Abschlüssen aus medizinischen Gesundheitsberufen, die anerkannt werden sollen, liegt diese Berufsgruppe mit großem Abstand weit vorn. 10.700 Mal stellten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen beziehungsweise -pfleger einen Antrag auf Anerkennung, 8.000 Mal Ärztinnen und Ärzte, 1.100 Mal Physiotherapeutinnen beziehungsweise -therapeuten.

Basis für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ist das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes (BQFG). Die Referenzberufe in Deutschland unterliegen dem Bundesrecht. Die Daten wurden auf Grundlage von § 17 des BQFG erhoben.

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