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Rohrreiniger: So verhindern Sie den Arbeitsunfall

Rohre und Verbindungen können platzen

Rohrreiniger sind heutzutage harmlose Mittel, um Verstopfungen in Abflussrohren zu beseitigen – so denken die meisten. Doch weit gefehlt! Enthält ein solches Abfluss-frei-Wunder viel Schwefelsäure, kann das gefährlich werden. Die Unfallkasse Sachsen (UK Sachsen) berichtet von einem Arbeitsunfall mit einem Rohrreiniger aus konzentrierter Schwefelsäure (94 %), der noch einmal glimpflich ausging. In Bayern habe es allerdings bereits schwere Verletzungen durch die Anwendung solcher Rohrreiniger gegeben.

Die stark schwefelsäurehaltigen Rohrreiniger sind frei verkäuflich und keine Seltenheit am Markt. Selbst wenn man sie entsprechend der Gebrauchsanleitung anwendet, sind sie eine Gefahr. Das Phänomen ist gleich erklärt: Die Schwefelsäure reagiert mit dem Restwasser, das über der Verstopfung steht, es entwickeln sich Dämpfe, Gase und Hitze. Letztere kann ein Rohr oder eine Verbindung zum Platzen bringen. So geschehen im Fall der UK Sachsen. Der Beschäftigte trug beim Einfüllen des Rohrreinigers Schutzbrille und Schutzhandschuhe. Doch gerade in dem Augenblick, als er nach Ablauf der Einwirkzeit mit hochgeschobener Schutzbrille unter das Waschbecken schaute, platzte der Messing-Siphon und Flüssigkeit spritzte in das rechte Auge des Beschäftigten. Er spülte sein Auge sofort aus – nur so konnte eine schlimmere Verletzung verhindert werden.

Die UK Sachsen gibt Tipps, wie Sie solche Unfälle vermeiden:

  • Verwenden Sie keine Rohrreiniger aus konzentrierter Schwefelsäure!
  • Setzen Sie lieber alternative Rohrreiniger etwa in Form von Granulat ein!
  • Reinigen Sie Rohre in den Bereichen, die häufig von Verstopfungen oder Verschmutzungen betroffen sind, am besten mechanisch – vorbeugend und regelmäßig!

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