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Arbeit & Mobilität: So unglücklich sind deutsche Pendler

Ergebnisse aus dem Deutsche Post Glücksatlas 2018

Je länger der Arbeitsweg, desto unglücklicher sind Beschäftigte – das zeigt der Deutsche Post Glücksatlas 2018. Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Thema "Arbeit und Mobilität". Und die Ergebnisse des Themen-Specials bestätigen einmal mehr: Wer einen einfachen Arbeitsweg von mehr als 40 Minuten hat, leidet richtig.

Die wichtigsten Ergebnisse zu "Arbeit & Mobilität" im Überblick:

  • 72 % derer, die länger als 40 Minuten zur Arbeit brauchen, empfinden ihren Arbeitsweg als stressig und als verlorene Lebenszeit. Bei denen, die 0 bis 20 Minuten zum Arbeitsplatz benötigen, sagen dies nur 16 bzw. 9 %.
  • Mehr als die Hälfte (54 %) der 40-Minuten-und-mehr-Pendler gaben an, dass sich ihr Arbeitsweg negativ auf ihre Lebensqualität auswirkt. Bei denen, die 21 bis 40 Minuten zur Arbeit pendeln, waren es nur 28 %.
  • Nur 24 % derer, die mehr als 40 Minuten fahren, berichten von einer hohen Arbeitszufriedenheit, nur 35 % von einer hohen Lebenszufriedenheit. Von denen, die 0 bis 20 Minuten unterwegs sind, zeigten sich 32 % mit ihrer Arbeit sehr zufrieden, 42 % waren mit ihrem Leben ziemlich glücklich.
  • Nachhaltige Mobilitätsangebote finden die Pendler in der Theorie gut (68 % halten Elektroautos für eine gute Idee, 42 % sind E-Bikes zugetan, 33 % mögen die Carsharing-Idee).
  • Aber immer noch fahren 2 von 3 Beschäftigten (68 %) mit dem Auto zur Arbeit.
  • Trotz langer Arbeitswege und der angespannten Verkehrslage auf den Straßen: 76 % der Befragten arbeiten nie von zu Hause aus. Nur 9 % sitzen täglich im Homeoffice, weitere 8 % mindestens 1 x in der Woche.
  • Laut dem Glücksatlas 2018 ist es aber nicht der Arbeitgeber, der Telearbeit verhindert, sondern 70 % der Beschäftigten selbst möchten nicht von zu Hause aus arbeiten, weil sie Privates und Berufliches strikt trennen möchten.
  • Die Digitalisierung war natürlich auch Thema der Befragung: 93 % spüren sie im Berufsalltag. 57 % denken, dass sie die Arbeit erleichtert.
  • 35 % der Befragten haben ein Firmen-Handy, 37 % bekommen vom Arbeitgeber ein Laptop zur Verfügung gestellt.


Glücksniveau mit Tendenz nach oben

Grundsätzlich steigt das deutsche "Glücksniveau", und nicht zuletzt ist das laut dem Glücksatlas der zunehmenden Erwerbstätigkeit zuzuschreiben. Personen, die länger als bis zum 65. Lebensjahr berufstätig sind, sind überdurchschnittlich glücklich, während eine Frühverrentung sich nicht positiv auf das Glücksempfinden der Betroffenen auswirkt. Während Arbeitslose ihr Lebensglück nur mit 6,0 Punkten bewerten, schätzen Erwerbstätige ihr Lebensglück auf 7,1 Punkte. Niedersachsen im Gebiet der Nordsee sind am zufriedensten mit ihrer Arbeit, am unglücklichsten sind die Brandenburger.

Für weitere Details aus dem Glücksatlas 2018 von der Deutschen Post, etwa zu den Bereichen Einkommen, Gesundheit, Wohnen und Freizeit und Lebenszufriedenheit, folgen Sie dem Link!

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