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Neue Arbeitsschutz-Kooperation: Azubis lernen staubarme Technik kennen

Industrie übergibt BG BAU staubarme Maschinen, Geräte und Werkzeuge

Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen müssen schon in den Köpfen der Jüngsten im Betrieb verankert werden – am besten mit Praxisübungen, so bleibt vom Gelernten am meisten "hängen". Das gilt auch für staubarmes Arbeiten auf Baustellen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) will Auszubildende deswegen jetzt auf besondere Art und Weise informieren und sensibilisieren: Auf Arbeitsschutz-Veranstaltungen in den etwa 286 überbetrieblichen Ausbildungsstätten und Meisterschulen werden in Zukunft staubarme Elektrowerkzeuge, Maschinen und Geräte erlebbar sein. So sollen jedes Jahr rund 60.000 Auszubildende mit staubarmer Technik vertraut gemacht werden. Industrievertreter überreichten der BG BAU dafür jetzt 220 Maschinen und Geräte als Dauerleihgabe. Diese Kooperation zwischen der BG und der Industrie ist unter dem Dach des Aktionsprogramms "Staubminimierung beim Bauen" zustande gekommen.

Staub ist nach wie vor ein wichtiges Arbeitsschutz-Thema, obwohl es mittlerweile viele staubarme Produkte, Geräte und Maschinen gibt, die verhindern, dass Staub überhaupt entsteht, oder die ihn direkt an der Quelle beseitigen. Immer noch werden der BG BAU jedes Jahr Hunderte Anzeigen auf Verdacht einer staubbedingten Berufskrankheit (Silikose, Siliko-Tuberkulose und Lungenkrebs) wegen Arbeiten unter Quarzstaub-Exposition gemeldet. 2017 gab es zum Beispiel 429 Verdachtsanzeigen und 28 Todesfälle. "Zwar entsteht bei Arbeiten am Bau grundsätzlich häufig viel Staub – doch gibt es inzwischen umfassende technische Lösungen, um Staub zu mindern und bereits an der Quelle zu beseitigen", erklärt Bernhard Arenz, Leiter der Prävention der BG BAU.

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