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Asbest: 12. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis verliehen

BG BAU gewinnt mit E-Learning-Plattform zu 'Staub und Asbest'

"Erfolgreich gegen Asbest" - das war das Motto des 12. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises. Seit Mai konnten sich Unternehmen mit ihren Arbeitsschutz-Ideen zum Thema Asbest bewerben. Am 13. November 2018 wurden die Preisträger bekannt gegeben und geehrt. Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld gingen an folgende Firmen und Institutionen:

  • Stadt Aachen (Kategorie: Aktivitäten kommunaler Bauherren)
  • Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Trier (Kategorie: Aktivitäten öffentlicher Bauherren)
  • BIV Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks, Hadamar (Kategorie: Aktivitäten eines gesamten Handwerkszweigs)
  • Deconta GmbH Isselburg (Kategorie: Technische Innovation)
  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz (Kategorie: Aktivitäten zur Qualifizierung)


E-Learning-Plattform brachte BG BAU den Sieg

Die BG BAU und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz konnten die Jury mit der E-Learning-Plattform "Staub und Asbest" überzeugen. Sie soll besonders kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei helfen, die für sie wichtigen und nützlichen Asbest-Infos zu finden. Die Informationsflut mache es besonders Unternehmen mit wenig personellen Ressourcen schwer, das für sie wichtige Know-how zu filtern und daraus entstehende Maßnahmen umzusetzen. Mit dem Portal soll sich das ändern. Es soll außerdem in die Sachkundelehrgänge nach TRGS 519 "Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten" eingebunden werden. "Die E-Learning-Plattform 'Staub und Asbest' lässt sich ohne weiteres auch auf andere Branchenzweige übertragen und ist zudem für die Berufsausbildung, innerbetriebliche Schulungen und Unterweisungen sowie zur Weiterbildung geeignet", erklärt die BG BAU.


Warum Asbest als Wettbewerbsthema im Jahr 2018?

Asbest ist nach wie vor besonders beim Bauen im Bestand ein heikles Thema für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz. Zwar ist der einstige "Wunderbaustoff" in Deutschland schon seit 1993 verboten, trotzdem finden sich Asbestmaterialien in vielen Gebäuden. Und zwar nicht nur in den berühmten gewellten Asbestdächern, sondern auch in Fugenmassen, Fliesenklebern und sonstigen Baumaterialien.

Auch heute erkranken noch viele Beschäftigte an den Spätfolgen ihrer Arbeit mit dem Gefahrstoff, zum Beispiel an Asbestose. Die Zahl der Asbesttoten steigt nach wie vor ...

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