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Verletzungen mit infektiösem Material: neue Empfehlungen von der BGW

Stich- und Schnittverletzungen, die das Risiko einer Infektion bergen, sind im Bereich der Pflege eine große Gesundheitsgefahr für die Beschäftigten. Eine solche Wunde zu versorgen, um eine Infektion zu vermeiden, ist extrem wichtig. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat gemeinsam mit den Unfallkassen Baden-Württemberg, Berlin, Nord und Nordrhein-Westfalen jetzt zum Teil neue Empfehlungen für die Nachsorge herausgegeben. Die "Empfehlungen zur Nachsorge von Stich- und Schnittverletzungen mit infektiösem Material" mit einem Nachsorgeschema können Sie sich herunterladen.

Die Neuerungen sind:

  • Im Hinblick auf HBV sind keine Nachsorgemaßnahmen notwendig, wenn bei der verletzten Person eine erfolgreiche Grundimmunisierung dokumentiert und die positive Antikörperkontrolle nicht älter als zehn Jahre ist.
  • Zusätzlich zur Antikörperdiagnostik der Hepatitis C sollte bei erhöhtem Risiko, HCV-infektiöser oder unbekannter Indexperson ein Nukleinsäureamplifikationstest (NAT) durchgeführt werden.
  • Für die HIV-Diagnostik entfällt der dritte Screeningtest nach sechs Monaten, wenn die beiden vorangegangenen Screeningtests negativ ausfielen. Der Grund: Es gibt mittlerweile verbesserte Testmöglichkeiten.
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