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Bericht 'Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit' 2018

Zahlen & Infos zu Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Aufgaben von Institutionen

Update 31.01.2019:

Jetzt hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den aktuellen Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Berichtsjahr 2017" auch als übersichtliche Broschüre veröffentlicht. Laden Sie sich die BAuA-Version natürlich kostenlos herunter!


Originalbeitrag vom 14.12.2018:

Jetzt ist er offiziell, der Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" für das Berichtsjahr 2017. Das Bundeskabinett hat ihn beschlossen und damit stehen folgende Zahlen und Fakten zur Arbeitswelt in Deutschland 2017 fest:

954.627 meldepflichtige Arbeitsunfälle gab es in Deutschland im Jahr 2017 – nach 2015 ist das der zweitniedrigste Stand. 22,5 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter sind sogar der niedrigste Stand seit Bestehen der Bundesrepublik. Auch die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank um deutliche 11,7 % im Vergleich zu 2014. Während 2014 noch 639 Menschen bei einem Unfall während der Arbeit starben, waren es 2017 "nur" 564 Todesfälle. Seit 1997 (damals gab es 1.496 tödliche Arbeitsunfälle) ein Rückgang um 59,8 %.


Berufskrankheiten: Asbest und Hautkrebs durch UV-Strahlung fallen auf

79.774 Verdachtsanzeigen für eine Berufskrankheit wurden im Jahr 2017 gestellt. 21.772 Berufskrankheiten wurden anerkannt. Die häufigsten Verdachtsanzeigen gab es bezogen auf Hauterkrankungen (BG-Nr. 5101 mit 21.042 Verdachtsfällen), Lärmschwerhörigkeit (BK-Nr. 2301 mit 12.995 Verdachtsfällen) und an dritter Stelle dem Hautkrebs durch UV-Strahlung (BK.-Nr 5103 mit 8.557 Verdachtsfällen). Letzterer kann erst seit dem Jahr 2015 als BK anerkannt werden. Am häufigsten als BK anerkannt wurden im Jahr 2017 erneut die Lärmschwerhörigkeit (6.849 Mal), gefolgt vom Hautkrebs durch UV-Strahlung (5.318). 17 % aller anerkannten BKs sind durch Asbest verursachte Erkrankungen (3.706 Fälle).

2.609 Menschen starben 2017 an den Folgen einer Berufskrankheit. 1.622 bzw. 62,2 % dieser Todesfälle waren auf Asbest zurückzuführen.

Weitere Ergebnisse des SuGA-Berichts:

  • Durchschnittlich waren Beschäftigte im Jahr 2017 16,7 Tage arbeitsunfähig. Das macht 668,6 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage).
  • Darauf basierend schätzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Höhe der volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle auf 76 Milliarden Euro. 136 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung seien verloren gegangen.
  • Der Anteil der Teilzeit-Beschäftigten stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr minimal von 28,6 auf 28,8 %.
  • 1,4 % der Beschäftigten arbeiteten komplett von zu Hause aus. Bei 91,9 % ist Homeoffice gar nicht drin.
  • 2017 leisteten die Beschäftigten in Deutschland 56, 2 Milliarden Arbeitsstunden

In weiteren Kapiteln befasst sich der SuGA-Bericht mit Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit, mit Themen rund um die Zukunft der Arbeit wie dem demografischen Wandel, Arbeitsbedingungen in der Digitalisierung und neuen Technologien, mit der Entwicklung des Arbeitsschutzrechts, mit den Volkskrankheiten Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen, Präventionsmaßnahmen der Unfallversicherungsträger sowie der Rolle der Professionen im Arbeitsschutz.

Weiters erfahren Sie, was eigentlich die Gemeinsame Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) oder die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) so machen.

Den kompletten Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" 2018 können Sie sich über den Link im rechten Bereich kostenlos herunterladen.

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