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Strahlenschutz: SSR-Nummer für Beschäftigte ist jetzt Pflicht

Neues Strahlenschutzgesetz bringt neue Regelung

Mit dem neuen Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) müssen Beschäftigte, die in ihrem Job erhöhter Strahlung ausgesetzt sind, eine Strahlenschutzregisternummer (SSR-Nummer) bekommen. Diese wird aus der Sozialversicherungsnummer und den Personendaten erstellt. Das Ziel dieser SSR-Nummer: besserer Gesundheitsschutz und Arbeitsschutz. Das berichtet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das gleichzeitig darauf hinweist, dass die neuen Registriernummern seit 31.12.2018 beantragt werden können. Bis Ende März 2019 haben Arbeitgeber Zeit, die Nummer für die Mitarbeiter, die aktuell in der Strahlenschutzüberwachung sind, zu beantragen.

Betroffen sein können Beschäftigte in der Medizin, in der Kerntechnik, in der Industrie, in der Forschung, der Luftfahrt oder an Arbeitsplätzen mit erhöhter Radonbelastung. Die SSR-Nummern werden im beruflichen Strahlenschutzregister gespeichert, das vom BfS betrieben wird. So sollen die Grenzwerte für die zulässige jährliche Strahlenbelastung und die Berufslebensdosis als auch die Ausgabe von Strahlenpässen überwacht werden.

 "Mithilfe der neuen Strahlenschutzregisternummer sollen Informationen verlässlicher erfasst und die eindeutige Zuordnung der Strahlenbelastung, der sogenannten Strahlendosis, zur entsprechenden Person deutlich verbessert werden", erklärt das BfS. Auch soll der Einsatz von Mitarbeitern besser geplant werden können, schließlich sind Unternehmen verpflichtet, ihre Beschäftigten so einzusetzen, dass die Strahlendosis, der diese ausgesetzt sind, den Grenzwert von 20 Millisievert im Kalenderjahr nicht übersteigt. Sollte es mal um eine Berufskrankheit gehen, ist die Ermittlung von Dosiswerten über ein gesamtes Berufsleben hinweg wichtig.


Über das SSR

Das SSR führt deutschlandweit Messwerte und Meldungen der etwa 100 Messstellen, der Aufsichtsbehörden der Länder und der regionalen Registrierbehörden zusammen. Auskünfte über die erfassten Informationen erteilt das BfS. Aktuell sind Angaben zu etwa 1,7 Millionen beruflich exponierten Personen im SSR zu finden. Etwa  440.000 Personen sind derzeit in der Überwachung, etwa 300.000 davon arbeiten im medizinischen Bereich. Laut BfS liegt die Strahlenbelastung bei dieser Berufsgruppe bei durchschnittlich 0,3 Millisievert pro Jahr und Person.

Grundsätzlich ging die Strahlenbelastung von Beschäftigten in den vergangenen Jahren zurück, mit Ausnahme der Radon-Belastung, die im Durchschnitt bei 3,5 Millisievert pro Person und Jahr liegt. "Aus diesem Grund wird auch mit dem neuen Strahlenschutzgesetz ab 2019 die Überwachung der beruflich bedingten Radonexposition deutlich ausgeweitet", so das BfS.

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