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2019: Über 80 % der Arbeitnehmer wollen einen neuen Job

Jobwechsel als Neujahrsvorsatz-Klassiker

Weniger Stress, mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen, weniger online sein und sich mehr bewegen: Das sind die Klassiker der Neujahrsvorsätze – auch für 2019. Vier von fünf Arbeitnehmern haben für 2019 aber ein weiteres großes Ziel: einen neuen Job! Das hat die Jobsuchmaschine Jobswype in einer Online-Umfrage in zehn europäischen Ländern herausgefunden. Demnach sind in Deutschland 70 % der Befragten bereit zum Absprung in der „alten“ Firma, in Österreich sind es sogar 74 %, in Ungarn satte 92 %. Noch höher sind die Zahlen, wenn man die Beschäftigten hinzuzählt, die auf die Frage: "Planen Sie für 2019 einen Jobwechsel?" mit "vielleicht" antworteten. Rechnet man diese in die Zahl der Wechselwilligen mit ein, kommen fast alle Länder auf Werte über 80 %. Nur 14 % gaben eindeutig an, nicht über einen Arbeitgeberwechsel nachzudenken.


Nicht alle Wechselwilligen sind unglücklich

Jobswype-Geschäftsführer Christian Erhart beruhigt aber: Nicht alle, die einen neuen Job suchen, sind im alten unglücklich oder unzufrieden: "Aus anderen Jobswype-Umfragen zu diesem Themenkreis wissen wir, dass es sehr unterschiedliche Gründe gibt, weswegen sich Arbeitnehmer einen neuen Job wünschen. Für viele ist es schlicht und einfach eine Gehaltsfrage. Sie sind nicht unglücklich mit ihren Aufgaben, Kollegen oder Vorgesetzten, sondern wünschen sich in erster Linie mehr Lohn. Geht das Unternehmen in diesem Fall nicht auf den Mitarbeiter zu, wird sich dieser sicherlich am Arbeitsmarkt umschauen und für andere Angebote entscheiden."

Für Erhart ist der Jobwechsel außerdem ein klassischer Neujahrsvorsatz – schließlich nähmen sich Menschen oft Dinge vor, die ihr Leben besser machten. Ob die neue Arbeitsstelle dann tatsächlich besser ist? Erhart empfiehlt, die Risiken und den möglichen Gewinn gut abzuwägen


Vielleicht ist im alten Job noch was zu retten?

Eine Aussprache mit dem aktuellen Arbeitgeber kann eine Option sein, um das Risiko eines Jobwechsels zu vermeiden: Im nächsten Mitarbeitergespräch sollten die Aspekte, die einen unzufrieden machen, aufgegriffen werden. "Mitarbeitergespräche sind der perfekte Rahmen, in dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufeinander zugehen können. Zeigt sich der Arbeitgeber verständnisvoll, kommt oft zu Tage, dass der Arbeitnehmer nur punktuell mit seinen Aufgaben oder Kollegen unzufrieden ist. Der Wechsel in eine andere Abteilung, gegebenenfalls auch mit neuem Aufgabengebiet, sowie verschiedenste Boni – wohlgemerkt, nicht immer Gehaltserhöhungen – können den guten Arbeitnehmer glücklich stimmen und ihn zum Verbleib im Betrieb bewegen", erklärt Erhart.

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