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Aufarbeitung von Forstschäden nach Schnee und Sturm: Tipps von der SVLFG

Nur Profis sollten Schneebruch und Sturmholz beseitigen!

Die aktuelle Wetterlage sorgt in Teilen Deutschlands dafür, dass der Gang in den Wald zur Gefahr wird. "Bäume brechen unter Schneelasten zusammen und entwurzelte, abgebrochene sowie ineinander verkeilte Bäume müssen nach den Sturmschäden aufgearbeitet werden. Das Unfallrisiko ist immens", warnt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Waldbesitzer sollten die Aufarbeitung von Sturmholz und Schneebruch deswegen unbedingt Profis mit Erfahrung und Fachkenntnis in der Forstarbeit und mit leistungsfähigen Forstmaschinen überlassen, so die SVLFG weiter. Wem dieses Know-how fehle, der könne die Gefahren einer solchen Extremsituation kaum einschätzen. Mit der Motorsäge umgehen zu können, reiche nicht aus. Das Verletzungsrisiko ist für Laien, die diese Forstarbeit erledigen wollen, erheblich, wie die SVLFG weiter schreibt: Ein einziger falscher Schnitt könne reichen, um entwurzelte oder abgebrochene Baumstämme, die unter Spannung stehen, zu einem Katapult mit enormer Kraft werden zu lassen.

Wer einen Profi sucht, kann sich an die örtlichen Waldbesitzervereinigungen, Forstbetriebsgemeinschaften, Forstverwaltungen oder Maschinenringe wenden.

Tipps für die Forstprofis, die sich an die Aufarbeitung der Schäden machen, hat die SVLFG auch:

  • Prüfen Sie vor dem Arbeitseinsatz, ob die Schutzausrüstung, Werkzeuge und Arbeitsgeräte einsatzfähig sind.
  • Gehen Sie schwierige Situationen besonnen und überlegt an. Auch der Austausch mit einem erfahrenen Kollegen kann Sicherheit geben.
  • Arbeiten Sie nie unter angeschobenen Bäumen, im Verhau, unter hängenden Wipfeln oder ungesicherten Wurzeltellern. Dabei ist genauso wie beim Entzerren unter Spannung stehender Bäume im Verhau mindestens die Hilfe eines Schleppers mit Seilwinde Grundvoraussetzung.
  • Sprechen Sie vor dem Schneiden die Spannungsverhältnisse sorgfältig an. Nur so können Sie die sicherste Vorgehensweise und die fachgerechte Schnitttechnik ableiten.
  • Ermitteln Sie die Lage von Druck- und Zugseite zweifelsfrei. Nehmen Sie bei extremer Spannung, besonders bei geringeren Durchmessern, durch stufenweises Ausräumen des Druckholzes die Spannung langsam heraus.
  • Arbeiten Sie bei seitlicher Spannung immer von der Druckseite aus.

Weiteres Forstarbeits-Wissen finden Sie in der Broschüre "Waldarbeit" von der SVLFG.

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