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ECHA schlägt bald Arbeitsplatzgrenzwerte vor

Vier bis 5 neue OELs jährlich für die KM-Richtlinie

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) wird der Europäischen Kommission ab dem Jahr 2020 jährlich vier bis fünf Gefahrstoffe vorschlagen, die ein "occupational exposure limit" (OEL), also einen  EU-weit geltenden Arbeitsplatzgrenzwert bekommen sollen. Dafür haben die ECHA und die Kommission eine Vereinbarung unterschrieben.

Die bereits existierenden OELs sind im Anhang III der "Richtlinie 2004/37/EG über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Karzinogene oder Mutagene bei der Arbeit" (KM-Richtlinie oder "Krebs-Richtlinie") zu finden. Begrenzt ist die Exposition am Arbeitsplatz zum Beispiel für Hartholzstaub, Acrylamid, Chrom(VI)-Verbindungen, Quarzfeinstaub oder Benzol. Erst am 31. Januar 2019 wurde die geänderte KM-Richtlinie veröffentlicht. Es wurden Grenzwerte für sechs Stoffe aufgenommen, unter anderem Dieselabgase.

In Zukunft wird die ECHA also auf wissenschaftlicher Basis Vorschläge machen, welche Gefahrstoffe einen solchen OEL bekommen sollten. In einem Pilotprojekt 2017 und 2018 lieferte die Chemikalienagentur bereits fünf Empfehlungen für OELs, über die in der EU-Kommission gerade entschieden wird. Die Vereinbarung zwischen ECHA und EU-Kommission ist ein Ergebnis des zweiten REACH-Review, aus dem hervorging, dass eine engere Verbidnung zwischen REACH und den rechtlichen Vorgaben zu Arbeits- und Gesundheitsschutz sinnvoll wäre.

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