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EU-OSHA plant große Umfrage zu Krebsrisikofaktoren am Arbeitsplatz

EU-weite Arbeitnehmer-Befragung beginnt 2020

Je mehr Arbeitsschützer, Sicherheits- und Gesundheitsschutzverantwortliche über Krebsrisiken an Arbeitsplätzen wissen, desto besser können sie Schutzmaßnahmen planen und umsetzen. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) will aus diesem Grund herausfinden, welche Krebsrisikofaktoren es an welchen Arbeitsplätzen in der EU gibt. Dazu startet sie im Jahr 2020 eine EU-weite Arbeitnehmer-Umfrage.

Bisher gibt es nur in manchen EU-Ländern eine zuverlässige und systematische Erfassung, inwieweit Beschäftigte Krebsrisiken ausgesetzt sind. Dazu zählen zum Beispiel nationale Krebsregister, Register für Berufskrankheiten oder nationale Befragungen zu Arbeitsbedingungen. Basis für die EU-OSHA-Befragung soll die erfolgreiche australische AWES-Krebs-Umfrage sein, im Rahmen derer in den Jahren 2011 und 2012 in Australien 5.000 Beschäftigte befragt wurden. Diese Studie soll auf EU-Bedürfnisse angepasst werden. Mit etwa 5 Millionen Euro Kosten rechnet die EU-OSHA, wenn in jedem EU-Land 3.000 Arbeitnehmer etwa 20 Minuten zur Krebsrisiko-Exposition am Arbeitsplatz befragt werden.

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