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Diese Schutzhelme fördert die BG BAU

Arbeitsschutzprämien für Bauhelme mit Vier-Punkt-Kinnriemen und Norm EN 397

Fast 6.500 Arbeitsunfälle mit Kopfverletzungen verzeichnete die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) für das Baugewerbe im Jahr 2017. Vermutlich kommt eine hohe Dunkelziffer kleinerer Unfälle dazu, die nicht meldepflichtig sind, weil sie nicht zu Ausfallzeiten führen. Kopfverletzungen, die bei Arbeitsunfällen entstehen, sind oft gefährlich oder enden sogar tödlich. Nicht selten haben die Verunfallten einen Kopfschutz getragen, der allerdings verrutscht ist oder den sie beim Unfall verloren haben, weil er nicht richtig saß. Grund genug für die BG BAU, Schutzhelme mit Vier-Punkt-Kinnriemen besonders zu fördern.

Auch 2019 können Mitgliedsbetriebe der Berufsgenossenschaft wieder Arbeitsschutz-Prämien beantragen, wenn sie besondere Investitionen in Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit aus Baustellen tätigen. Zu diesen Investitionen gehören auch Bauhelme mit Vier-Punkt-Kinnriemen.


Übrigens: Ein einfacher Bergsteigerhelm erfüllt nicht die Voraussetzungen für eine Förderung. Ein Helm muss der Norm für Industrieschutzhelme EN 397 entsprechen und damit für Baustellen geeignet sein.


Wo müssen Schutzhelme auf Baustellen getragen werden?

Schutzhelme müssen auf dem Bau grundsätzlich überall dort getragen werden, wo sich Beschäftigte den Kopf stoßen oder wo sie sich durch pendelnde, wegfliegende oder herabfallende Gegenstände verletzen können. Auf dem Baugerüst oder beim Gebrauch von Werkzeugen oder Maschinen ist all das schnell passiert. "Schon ein kleines Werkzeug von 300 Gramm erreicht durch die Geschwindigkeit beim Fall aus zehn Metern Höhe die gleiche Aufprallenergie wie ein 15 Kilo-Brocken aus einer Höhe von 20 Zentimetern" – die BG BAU zeigt auf, wie drastisch schon ein vermeintlich kleiner Unfall enden kann. "Deshalb ist die Arbeit auf der Baustelle ohne Schutzhelm leichtfertig und hat oft tragische Folgen", erklärt Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).

Laut Einschätzung der BG wären viele Unfälle glimpflicher ausgegangen, wenn die Betroffenen einen Schutzhelm mit geschlossenem Kinnriemen getragen hätten. Die Helme, die Sie sich finanziell fördern lassen können, haben einen Vier-Punkt-Kinnriemen, einen hohen Tragekomfort einen guten Sitz. Das heißt, im Falle eines Unfalls bleiben sie auf dem Kopf.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass die Gefahr von Arbeitsunfällen mit Kopfverletzungen besteht, ist es die Pflicht des Arbeitgebers, Arbeitsschutzhelme bereitzustellen.

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