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Betriebliche Gesundheitsförderung – Bedarfe heute und in Zukunft

BGF und HRM: Studie vergleicht KMU und GU in Deutschland und international

19,4 % der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland haben eine hauptamtliche Fachkraft für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) – auf internationaler Ebene sind es sogar 32,8 %! Von diesen hohen Zahlen berichtet die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) und beruft sich dabei auf die Studie "HR- und Gesundheitsmanagement in der Arbeit 4.0", herausgegeben von der Universität Heidelberg. Themen der Studie, die weitere interessante Zahlen auf den Tisch bringt, sind die Digitalisierung, Bedarfe im Human Ressource Management und Bedarfe im Gesundheitsmanagement.

Als KMU werden hier Betriebe mit 1 bis 499 Beschäftigten gewertet. Befragt wurden Firmeninhaber, Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter. Die Betriebe stammten hauptsächlich aus der Dienstleistungs- und aus der Produktionsbranche. Wir haben die interessantesten Fakten aus der Online-Studie zusammengefasst:

  • 96 % der Befragten denken, dass es notwendig ist, stets Kompetenzen weiterzuentwickeln, um in der Digitalisierung mithalten zu können. 58 % der KMU-Vertreter finden, dass die Digitalisierung ihr Unternehmen stark beeinflusst. 46 % denken, dass die Digitalisierung die Belegschaft verunsichert.
  • Während heute in keinem der deutschen KMU künstliche Intelligenz (KI) genutzt wird, denken 30 % der Befragten, dass in 5 Jahren KI bei ihnen Einzug gehalten haben wird. International ist heute schon in 17 % der KMU KI im Einsatz.
  • In 10 % der befragten Großunternehmen (GU) ist heute schon KI im Einsatz (international: 22 %). Dieser Anteil soll in 5 Jahren auf 50 % steigen.
  • Was in deutschen KMU, nämlich in 59 % der befragten Betriebe, in Sachen Gesundheitsmanagement am meisten benötigt wird, sind Maßnahmen zur Stressbewältigung und Entspannung (GU: 64 %), gefolgt von einer besseren Sensibilisierung der Belegschaft für die eigene Gesundheit (55 % in KMU, 66 % in GU).
  • Oberstes Ziel in Sachen Gesundheitsförderung ist es in 67 % der GU, die Belegschaft vermehrt dazu zu bringen, an BGF-Maßnahmen, die angeboten werden, auch teilzunehmen.
  • Aufgrund der digitalen Transformation denken 80,8 % der GU-Vertreter und 56,5 % der KMU-Vertreter, dass die psychischen Belastungen an Arbeitsplätzen zunehmen werden. Dass die physischen Belastungen zunehmen, denken nur 15,2 % der GU und 13,8 % der KMU.

Zusammenfassend lässt sich sagen: GU sind digitalisierter als KMU. Internationale Unternehmen wiederum sind digitalisierter als deutsche. Was das Gesundheitsmanagement angeht, steigt der Bedarf an Maßnahmen, besonders was Stressbewältigung und psychische Belastungen betrifft.

Folgen Sie dem Link direkt zur Studie für weitere spannende Zahlen und Fakten!


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