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10 Kommunikations-Tipps für Sicherheitsbeauftragte

So bringen Sibes ihr Anliegen überzeugend rüber

Sicherheitsbeauftragte sorgen als Kollegen unter Kollegen für bessere Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie achten darauf, dass Schutzvorrichtungen und -ausrüstungen benutzt werden, und weisen ihre Kollegen auf sicherheits- oder gesundheitswidriges Verhalten hin. Ihre Aufgabe ist es außerdem, betriebliche Abläufe zu beobachten, Gefahren zu erkennen und Hinweise und Empfehlungen zur sicheren Gestaltung von Arbeitsabläufen und -bereichen zu geben. Sibes kennen von den Verantwortlichen für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit den Arbeitsalltag und die Arbeitsplätze in ihrem Betreuungsbereich am besten, weil sie selbst dort arbeiten. Doch wie bringen sie ihren Kollegen Sicherheits-, Gesundheitsschutz- und Arbeitsschutzmaßnahmen näher, wo sie doch keine Weisungsbefugnis haben? Schließlich möchte kein Sibe als "Besserwisser" dastehen und unangenehme Dinge anzusprechen ist nun mal … na ja … unangenehm. Trotzdem möchte ein Sicherheitsbeauftragter seinen ehrenamtlichen Job gut machen. Probleme müssen klar und deutlich benannt werden, ohne das Gegenüber zu verprellen.


No-gos in der Kommunikation

Missverständnisse und Ablehnung entstehen oft durch

  • einen unangemessenen Tonfall
  • vorwurfsvolle Formulierungen
  • oder die Körpersprache

Grundsätzlich rät Gerhard Kuntzemann, der bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) für Sibes verantwortlich ist: "Zeigen Sie daher Ihrem Gegenüber Ihre Wertschätzung, indem Sie beispielsweise die geleistete Arbeit anerkennen. Wenn Sie ein schwieriges Gespräch mit einer positiven Botschaft beginnen, fruchten Hinweise und Ratschläge zur Einhaltung der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit umso besser."


Zehn Punkte für eine erfolgreiche Gesprächsführung

Will der Sibe seinen Kollegen also etwas vermitteln, sind Diplomatie, Charme und natürlich Überzeugungskraft gefragt. Beachten sie außerdem diese 10 Tipps, dann gelingt die Kommunikation noch besser:

  1. Um welche Themen geht es? Was erwarte ich konkret?
  2. Welche Beobachtungen habe ich gemacht, welche Argumente kann ich anbringen?
  3. Wählen Sie einen positiven Gesprächseinstieg (zum Beispiel bisherige Erfolge).
  4. Legen Sie den Gesprächsanlass sachlich dar.
  5. Stellen Sie sich Ihre Sichtweisen und Ziele gegenseitig dar (zum Beispiel mit Ich-Botschaften).
  6. Regen Sie Ihr Gegenüber durch offene W-Fragen (Wie, Was, Wieso, Wodurch?) zum Nachdenken an. Zum Beispiel: Was können wir Ihrer Meinung nach an unseren Arbeitsabläufen verbessern?
  7. Hören Sie aktiv zu. Wenden Sie sich während des Gesprächs nicht ab, schenken Sie Ihrem Gegenüber Aufmerksamkeit und wiederholen Sie wichtige Kernaussagen, um zu verdeutlichen – ich habe Ihnen zugehört und Sie verstanden.
  8. Holen Sie Lösungsvorschläge vom Gesprächspartner ein und bieten Sie Unterstützung an.
  9. Treffen Sie am Ende des Gesprächs konkrete Vereinbarungen nach dem SMART-Schema: spezifisch (konkrete Veränderung festhalten); messbar (erkennbare Erfolge), akzeptiert (von den Gesprächspartnern), realistisch (umsetzbar), terminiert (Wann überprüfen wir gemeinsam unsere Vereinbarungen?).
  10. Halten Sie die Vereinbarungen am besten schriftlich fest, überprüfen Sie die weitere Entwicklung und loben Sie Erfolge, wenn sich diese eingestellt haben.
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