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Ernährungs-Tipps für den stressigen Arbeitsalltag

Ein gutes Bauchgefühl - so essen Sie auch im Job gesund

Wir treffen Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“, haben „Schmetterlinge im Bauch“ oder lassen uns „Löcher in den Bauch“ fragen. Der Bauch knurrt, wenn wir Hunger haben, und Stress liegt uns zuweilen schwer im Magen. Ein „gutes Bauch-Gefühl“ ist vielen Menschen wichtig. Und das betrifft weit mehr als nur die äußere Form.

„Für mich bitte kein Dessert, ich muss auf meinen Bauch aufpassen“, sagen Sie in der Kantine. Darauf der Kollege: „Meinst du nicht, der ist groß genug, um auf sich selbst aufzupassen?“ „Der Mensch ist, was er isst“, - diese Weisheit ist schon beinahe 200 Jahre alt. Bauch und Ernährung hängen eng zusammen. Deshalb widmet der Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) in diesem Jahr den „Tag der gesunden Ernährung“ am 7. März dem „guten Bauchgefühl“.

Sie sind beruflich viel unterwegs, und darunter leidet Ihre Ernährung? In Ihrem unregelmäßigen Tagesablauf greifen Sie zum Hotdog an der Tankstelle, statt sich morgens einen Apfel einzupacken? Folgende Ernährungs-Tipps des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) gelten für alle, die das mit dem gesunden Essen im geschäftigen Arbeitsalltag nicht hinbekommen.

"Wichtig ist zu Beginn die eigene Willenskraft der Beschäftigten, denn an Bahnhöfen und Raststätten warten viele ungesunde Versuchungen in Imbissen und Bäckereien. Gerade in anstrengenderen Situationen verleitet das Belohnungssystem gerne dazu, zu sehr süßen oder fettigen Speisen zu greifen", erklärt Dr. Anika Peschl vom ifaa. "Hier empfiehlt es sich, dass Beschäftigte eigenverantwortlich handeln und für sich selbst Alternativen schaffen."

Mit diesen Tipps ernähren Sie sich auch im stressigen Alltag gut und gesund:


  •     Sorgen Sie dafür, dass Sie immer gesunde Snacks (zum Beispiel Nüsse, Gemüsesticks, Obst oder Trockenobst) dabei haben.
  • Bereiten Sie sich zu Hause eine Lunchbox mit gesundem Inhalt für unterwegs vor, etwa Magerquark mit Obst oder einen Salat. Achten Sie dabei aber auf eine entsprechende Kühlung. 
  • Wenn Sie am Bahnhof einen Snack kaufen, sollte es ein gesunder sein.
  • Reduzieren Sie grundsätzlich ungesunde Komponenten in Ihrer Ernährung und ersetzen Sie sie durch gesündere Alternativen. Ziehen Sie zum Beispiel ein Vollkornbrötchen mit Putenbrust einem Weißmehlbrötchen mit Salami vor. Ersetzen Sie den Schokoriegel durch einen Müsli- oder Fruchtriegel.
  • Manche Snacks wirken gesund, sind es aber gar nicht. Zwei Ernährungsfallen als Beispiele: Wraps können fetthaltig sein, Smoothies und Säfte stark überzuckert. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe.
  • Trinken Sie ausreichend Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen oder Gemüsesäfte. Diese Durstlöscher sind kalorienarm.

Die Expertin empfiehlt außerdem, bei Dienstreisen auf Alkohol zu verzichten und auf die körperliche Fitness zu achten. Bauen Sie Bewegung ganz selbstverständlich in Ihren Alltag ein! Steigen Sie Treppen statt den Aufzug zu benutzen und machen Sie kleine Spaziergänge zu Ihrer Gewohnheit.

Und wenn Sie doch einmal die Hand nach einem Schokoriegel oder einer Gummibärchen-Tüte ausstrecken, halten Sie kurz inne und stellen Sie sich wie der Medizin-Comedian Dr. Eckart von Hirschhausen die Frage: „Möchte ich daraus bestehen?“ Das dürfte die Hand schnell wieder zum Sinken bringen.