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So viel verdienten Azubis 2018

BIBB-Bericht: Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2018

908 Euro brutto im Monat verdiente ein Auszubildender nach Tarif im Jahr 2018. Mit 3,7 % fiel der Anstieg im Vergleich zum Jahr davor größer aus: Von 2016 auf 2017 war die tarifliche Ausbildungsvergütung für Azubis durchschnittlich nur um 2,6 % gestiegen. Diese und weitere interessante Zahlen zum Azubi-Gehalt liefert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit seinem Ausbildungsbericht 2018. Betrachtet wurden 181 Berufe in West- und 153 Berufe in Ostdeutschland, die insgesamt 89 % aller Ausbildungsverhältnisse abdecken.

Spannende Zahlen zur Azubi-Vergütung:

  • In Westdeutschland betrug die Ausbildungsvergütung im Durchschnitt 913 Euro, in Ostdeutschland 859 Euro.
  • Auch bei Azubigehältern handelt es sich um Bruttolöhne. Übersteigen sie die Geringverdienergrenze von 325 Euro im Monat, werden Sozialversicherungsbeiträge und eventuell Lohnsteuer fällig.
  • Besonders viel verdienten Maurer-Auszubildende mit 1.159 Euro im Monat, Mechatroniker (1.088 Euro) oder Industriekaufleute (1.047 Euro).
  • Besonders wenig verdienten Maler und Lackierer mit 718 Euro, Bäcker mit 678 Euro und Floristen mit 617 Euro.
  • In Berufen, in denen in den letzten Jahren besonders viele Ausbildungsplätze unbesetzt blieben, wurde das Entgelt besonders stark angehoben: Bäcker-Azubis verdienten 6,4 % mehr als 2017; Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk 6 %.
  • Bei der ersten BIBB-Auswertung im Jahr 1976 verdienten im Tarif beschäftigte Azubis in Westdeutschland 202 Euro pro Monat. Bei dem Anstieg auf bis zu 913 Euro im Jahr 2018 handelt es sich insgesamt um eine Erhöhung um 352 %. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 142 %. Die BIBB spricht von einem realen Anstieg um 87 % für westdeutsche Auszubildende zwischen 1976 und 2018.
  • Während die Ausbildungsvergütungen in Ostdeutschland zwischen 1992 und 2018 real um 65 % stiegen, waren es in Westdeutschland nur 30 %.


Übrigens: Nach BIBB-Angaben unterliegen die meisten Ausbildungsbetriebe der Tarifbindung. Der Azubi-Lohn in nicht tarifgebundenen Betrieben darf bis zu 20 % niedriger liegen als die Tarifvergütung, so die aktuelle Rechtssprechung. "Betriebe ohne Tarifbindung halten sich trotzdem häufig freiwillig an den Tarif", erklärt das BIBB.


Für die detaillierte BIBB-Auswertung folgen Sie bitte dem Link im rechten Bereich.

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