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Ausbildungsberufe 2018: Alte Ranglisten, neue Top-Ausbildung

Zum 1. August 2018 wurde der Ausbildungsberuf "Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce" eingeführt – und er entpuppt sich als voller Erfolg. Mit den in diesem neuen Feld abgeschlossenen 1.300 Ausbildungsverträgen hat sich die kaufmännische Ausbildung für E-Commerce direkt auf Platz 78 von 326 dualen Ausbildungsberufen katapultiert. Gleichzeitig hält sich der Anteil von Männern und Frauen in dieser neuen Ausbildung mit 62 % und 38 % annähernd die Waage.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht jedes Jahr, welche Ausbildungsberufe besonders beliebt sind, beziehungsweise in welchen die meisten Verträge abgeschlossen werden.

Zahlen und Fakten zu neuen Ausbildungsverträgen im Jahr 2018:

  • Am meisten Ausbildungsverträge – nämlich ganze 28.000 – wurden für die Ausbildung zum/zur "Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement" unterschrieben. Kaufleute im Einzelhandel und Kfz-Mechatroniker folgten mit jeweils über 23.000 neuen Azubis.
  • Mehr als ein Drittel aller neuen Ausbildungsverträge wurde in nur zehn Berufen geschlossen.
  • Der Beruf Fachinformatiker/-in kletterte mit gut 15.000 Neuabschlüssen, was fast 2.000 mehr als 2017 waren,  von Platz 9 der häufigsten Ausbildungsberufe im Jahr 2017 auf Platz 7 in 2018. Allerdings sind nur 8 % der neuen Azubis in diesem Beruf Frauen.
  • Junge Frauen lassen sich am häufigsten zur Kauffrau für Büromanagement ausbilden. Am zweithäufigsten erlernen sie den Beruf der medizinischen Fachangestellten und am dritthäufigsten den der zahnmedizinischen Fachangestellten. An dieser Reihenfolge hat sich im Vergleich zu 2017 nichts geändert. In allen drei Ausbildungsberufen liegt der Männeranteil übrigens unter 3 %.

Angesichts solch krasser Verteilungen der Geschlechter bemerkt BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser: "Wir müssen dem Nachwuchs die ganze Breite der dualen Ausbildungsberufe verdeutlichen. Die Berufsorientierung muss auf alle Rollenklischees aufmerksam machen. Das kann helfen, die individuellen Potenziale der Jungen und Mädchen besser zu erschließen. Die jungen Leute sollten sich nicht an den tradierten Rollenbildern orientieren, sondern selbstbewusst ein eigenes Selbstverständnis im Beruf finden."

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