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BEM-Kompass: Neues Online-Tool

So organisieren Sie den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach längerer Krankheit

Seit dem Jahr 2014 ist es in jedem Betrieb Pflicht, wenn ein Beschäftigter länger als 6 Wochen innerhalb eines Jahres erkrankt ist: Die Rede ist vom Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM). Dabei geht es darum, einen Beschäftigten nach langer Arbeitsunfähigkeit wieder in den Betrieb zu integrieren und dabei auf seine Leistungsfähigkeit zu achten. Beim BEM gibt es verschiedene Akteure und ein strukturiertes Vorgehen ist zwingend notwendig. Doch all das ist in vielen Betrieben, speziell in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), noch nicht angekommen – in nur etwa 10 % der Kleinunternehmen wird BEM überhaupt umgesetzt (bei Großunternehmen sind es immerhin 70 %). Damit sich das ändert, bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) jetzt speziell für KMU ein neues Online-Tool an: den BEM-Kompass. Dank nützlicher Links, Downloads, Checklisten oder Handlungsleitfäden erhalten sie das notwendige Basis-Wissen für gelungenes Betriebliches Eingliederungsmanagement in ihrem Unternehmen.

Der BEM-Kompass beantwortet die Fragen:

  • Warum lohnt sich BEM?
  • Was ist BEM eigentlich genau?
  • Wie funktioniert BEM?
  • Wo finde ich weitere Infos zu BEM?

Publikationen, Veranstaltungen und News zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement runden das Info-Angebot ab.


Das ist BEM

Jeder Arbeitgeber muss einem Beschäftigten nach langer Erkrankung ein BEM anbieten. Viele Akteure spielen hier eine Rolle, unter anderem der Betriebsrat, wenn es einen gibt, oder der Betriebsarzt. Der Beschäftigte muss das Angebot eines BEM nicht annehmen. Kommt ein Betriebliches Eingliederungsmanagement zustande, treten im Idealfall alle Akteure in Kommunikation und erarbeiten, wie der betroffene Beschäftigte wieder in den Betrieb integriert werden kann. Es geht also darum, gemeinsam eine individuelle Lösung für den Einzelfall zu finden. Ein Ergebnis des BEM kann auch sein, dass der Beschäftigte zu den ursprünglichen Bedingungen nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann. Dann ist das Ziel, eine möglichst für alle gute Eingliederungs-Lösung zu finden.

Die These hinter dem BEM: Es lohnt sich für alle. Beschäftigte werden vor Arbeitslosigkeit und Frühverrentung geschützt. Arbeitgeber halten Fachkräfte im Unternehmen.

Mit dem "BEM-Kompass", den die BAR mit 60 BEM-Experten aus Betrieben und überbetrieblichen Organisationen erstellt hat, will sie Arbeitgeber und Beschäftigte also durch das komplexe Thema "Betriebliches Eingliederungsmanagement" navigieren. Der Link führt Sie direkt dorthin.

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