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Pflegeberufe: Das macht einen guten Dienstplan aus

Umfrage-Ergebnisse vom DBfK

Was erwarten und wünschen Sie sich in Sachen Dienstplan und was macht einen guten und nachhaltigen Dienstplan aus? Das wollte der Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) in einer Umfrage von Beschäftigten in der Pflege wissen. Schließlich kollidieren Arbeitszeit und Dienstplan oft mit dem Privatleben von Pflegenden. Überstunden und kurzfristige Änderungen sind keine Seltenheit und belasten die Beschäftigten oft stark. "Die Ergebnisse sind jetzt ausgewertet und sollten Arbeitgebern und Führungskräften zu denken geben", so der DBfK. So hat zum Beispiel die Bindung an den Arbeitgeber stark abgenommen: Nur 24,1 % der 2.373 Befragten denken nie darüber nach, den Arbeitgeber zu wechseln. 40,4 % geht dieser Gedanke dagegen mehrmals im Jahr durch den Kopf, 19,7 % mehrmals im Monat und 4,5 % sogar täglich. Angesichts des flächendeckenden Fachkräftemangels in Pflegeberufen sieht der DBfK das als "Alarmsignal" für Arbeitgeber.

Von den Umfrage-Teilnehmern arbeiteten 53 % in Schichten mit Nachtdienst, 2,4 % nur im Nachtdienst, 25,5 % in Schichten ohne Nachtdienst; der Rest verrichtete gar keinen Schichtdienst. Die Hierarchie der Faktoren, die einen guten und nachhaltigen Dienstplan ausmachen, sind:

  1. genügend Personal (62,2 %)
  2. mindestens vier Wochen Vorlauf vor dem ersten Geltungstag (44,3 %)
  3. Puffer für kurzfristigen Personalausfall (38,3 %)
  4. Verlässlichkeit (35,4 %)
  5. dass Wünsche berücksichtigt werden (34,3 %)
  6. Fairness und Gerechtigkeit (30,2 %)
  7. dass gesetzliche Pausen genommen werden können (19,7 %)
  8. dass Ausbildungszeit eingeplant wird (13,8 %)
  9. dass kurzfristiger Tausch und Änderung möglich sind (13 %)

Was können Arbeitgeber aus diesen Ergebnissen lernen? Laut DBfK sollten sie auf Mitarbeiterbindung setzen. Gute Arbeitsbedingungen, Wertschätzung, Anerkennung und Respekt sind die besten Mittel, um gut miteinander auszukommen. Eine gute und nachhaltige Dienstplangestaltung ist für gute Arbeitsbedingungen essentiell.

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