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Hersteller müssen ab 2020 Gemische melden

Anhang VIII der CLP-VO ist anzuwenden

Ab dem 1. Januar 2020 müssen Unternehmen, die Gemische in Verkehr bringen, zu jedem Verbraucherprodukt eine Meldung an die Behörden geben. Informationen zu Gefahrstoffen, mit denen Verbraucher in Kontakt kommen können, sollen dank neuer Regelungen im Gefahrstoffrecht transparenter werden und speziell den Giftnotrufzentralen Informationen geben. "Der Aufwand für Hersteller wird erheblich", erklären die Gefahrstoffexperten der DEKRA. Betriebe sollten schnellstmöglich darangehen, die Meldepflicht vorzubereiten.

Beispielsweise müssten für jede Rezeptur UFI-Codes (Unique Formula Indicator) generiert werden. Diese müssten auf dem Etikett und auf dem Sicherheitsdatenblatt (SDB) angegeben werden. "Die neue Meldepflicht nach Art. 45 der CLP-Verordnung (EU-VO Nr. 1272/2008) fordert weit umfangreichere Informationen als die bisherige nach § 16e Chemikaliengesetz", erklärt die DEKRA. Ab 2020 müsse die komplette Rezeptur gemeldet werden.

Formulierer und Importeure seien auf die Zuarbeit ihrer Lieferanten angewiesen. Die Vorbereitungen, die Unternehmen leisten müssten, listet die DEKRA auf:

  • Klären, mit welchen Rezepturen das Unternehmen betroffen ist.
  • Eigene Rezepturen prüfen, weitere Informationen von Lieferanten einholen.
  • Produktkategorien gemäß der neuen Regeln zuordnen.
  • Alle meldepflichtigen Informationen zusammentragen, überprüfen und wenn nötig nachbessern.
  • Intern abstimmen, wie der UFI ins Produktetikett integriert werden kann.
  • UFIs erzeugen.
  • Meldungen der Produkte durchführen.

In diesem Zusammenhang sei es sinnvoll, die eigenen SDB zu aktualisieren. Externe Hilfe kann laut DEKRA speziell für Mittelständler oder Importeure nötig sein, weil gerade in kleineren Unternehmen oft die Kapazitäten fehlten, um solch umfangreiche Maßnahmen zuverlässig umzusetzen. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) bietet online eine Schritt-für-Schritt-Hilfe zur Meldung von Gemischen nach Anhang VIII der CLP-Verordnung an.

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