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Burnout ist jetzt eine Krankheit

ICD-11: WHO erkennt Burnout als Krankheit an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt Burnout als Krankheit an. So steht es in der neuen "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems" (ICD-11). Damit wäre das Burnout nicht mehr "nur" eine Ansammlung von Symptomen der Erschöpfung, sondern eine Krankheit mit Diagnoseschlüssel. Die ICD gelten als Orientierungshilfe für Ärzte und Krankenkassen.

Interessant: Das Burnout mit dem Schlüssel QD85 fällt unter die Kategorie "Problems associated with employment or unemployment", also Krankheiten, die mit der Arbeit oder Arbeitslosigkeit zu tun haben. Definiert wird Burnout als Ergebnis chronischen Stresses am Arbeitsplatz, der nicht ausreichend bearbeitet und kompensiert wurde.

Die drei Dimensionen, in denen sich Burnout laut der WHO-Definition zeigt, sind:

  1. Erschöpfung und Energieverlust

  2. innere Distanz zum Job und eine negative Einstellung beziehungsweise Zynismus

  3. geringere Leistungsfähigkeit

Die ICD-11 wurde Ende Mai von den Ministern für Gesundheitswesen der WHO-Mitgliedsländer anerkannt. In Kraft soll sie zum 1. Januar 2022 treten. Welche Auswirkungen diese Anerkennung auf die Arbeitswelt hat, bleibt abzuwarten. Immerhin fühlt sich jeder zweite Beschäftigte laut einer Umfrage von Burnout bedroht.


Übrigens: Auch die Computerspielsucht, also riskantes Gaming-Verhalten, wird mit der Aufnahme in die ICD-11 offiziell als Krankheit anerkannt. Auch diese kann auf Beschäftigte enorme Auswirkungen haben.

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