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Ventilatoren: So wählen Sie den richtigen für Ihren Arbeitsplatz

Tischventilatoren, Standventilatoren und Türme - Fakten für den Ventilator-Kauf

Endlich ist Sommer! Wenn nur diese Hitze im Büro nicht wäre! Damit es nicht zu warm wird, gibt es einige Hilfsmittel. In Betrieben, in denen es keine Klimaanlage gibt, können Ventilatoren eine gute Möglichkeit sein, um die Temperatur in Arbeitsräumen zu senken und den Mitarbeitern das Arbeiten zu erleichtern. Doch ein Blick auf das Angebot zeigt: Die Auswahl an Ventilatoren ist groß, das Preisspektrum riesig! Tischventilatoren, Standventilatoren, Deckenventilatoren … von 30 bis 500 Euro und mehr … wer einen Ventilator sucht, kann ob des großen Angebots schnell verwirrt werden. Christian Kästl vom TÜV Süd gibt Tipps, worauf Sie beim Ventilator-Kauf achten sollten und welche Art Ventilator sich am besten für den Arbeitsplatz eignet.

"Verbraucher sollten sich erst einmal für eine Version entscheiden. Ob ein Decken-, Stand-, Tisch- oder Turmventilator in Frage kommt, hängt vom Einsatzort und den örtlichen Gegebenheiten ab", erklärt Kästl. Ist diese Wahl gefallen, gibt es weitere Details, auf die sie achten sollten.

Grundsätzlich gilt: Ein Ventilator kühlt die Luft nicht ab; er sorgt aber durch die Bewegung und gleichmäßige Verteilung im Raum für einen Kühleffekt auf der Haut.


Übrigens: Nach der technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 "Raumtemperatur", sollten Arbeitgeber ab 26 Grad Celsius Raumtemperatur Maßnahmen ergreifen, um für Kühlung zu sorgen. Ab 30 Grad Raumtemperatur müssen sie etwas gegen die Hitze im Büro tun. Ventilatoren können eine geeignete technische Maßnahme sein.


Der Tischventilator

Tischventilatoren sind meist klein und kompakt und eignen sich deswegen besonders gut für den Einsatz auf dem Büroschreibtisch. Weil sie sehr nah am Benutzer aufgestellt werden können, erzielen sie fast dieselbe Leistung wie Standlüfter. Tischventilatoren eignen sich nicht, um ganze Räume zu kühlen. Für den Einzelarbeitsplatz sind sie aber ideal.

Bei Exemplaren mit Rotorblättern sind diese durch ein Gitter geschützt; es gibt mittlerweile aber auch Ringventilatoren, die keine Rotorblätter haben. Die Luft wird durch einen Ring angesaugt und mit einem gleichmäßigen Luftstrom wieder im Raum verteilt. Ringventilatoren kosten meistens mehr als Ventilatoren mit Rotorblättern. Sie sind dafür aber auch in der Regel leiser und energieeffizient.


Der Standventilator

Standventilatoren haben oft mehr Power als ihre kleineren "Kollegen" für den Tisch. Für manche Menschen ist die starke Zugluft unangenehm, deswegen ist bei einem Standventilator besonders wichtig, dass er möglichst viele Einstellfunktionen hat. Mit einem höhenverstellbaren Standfuß und einer Schwenkfunktion, die feststellbar ist, finden Sie auch mit einem Standventilator die Einstellung, die für alle Kollegen passt.


Der Deckenventilator

Deckenventilatoren haben einige Vorteile: Meist sind sie relativ geräuscharm, sie verbrauchen wenig Energie und sie verändern das Raumklima auf angenehme Art und Weise: Ein Deckenventilator kann eine beträchtliche Menge Luft im Raum bewegen und gleichmäßig verteilen. Ein weiterer Vorteil: Der Ventilator mit Deckenmontage steht nicht im Weg rum und ist damit keine Stolperfalle.

Für Räume mit einer Deckenhöhe unter 2,50 Metern sollten flache Deckenventilatoren bzw. Deckenventilatoren ohne Deckenstange montiert werden.

Deckenventilatoren mit der Funktion "Winterbetrieb" sind auch in der kalten Jahreszeit nützlich: Im Winter verteilen sie auch die Heizungsluft gleichmäßig im Raum, was Energie spart. Bei der Bedienung können Sie zwischen Zugschnur, Wandschalter oder Fernbedienung wählen.


Der Turmventilator

Turmventilatoren arbeiten mit einer speziell konstruierten Gebläseeinheit, die keine Rotorblätter hat. Diese ist über die gesamte Turmhöhe verteilt und sorgt für eine effektive Belüftung des Raumes. Turmventilatoren arbeiten geräuscharm, viele haben eine integrierte Zeitschaltuhr und eine Fernbedienung. Die komfortableren Exemplare verfügen sogar über verschiedene Windprogramme und die Möglichkeit, den Winkel zu verändern.

Neben kompakten Gebläseeinheiten in Turmform gibt es auch hier welche in leichter Ringbauweise. "Sogenannte Ringventilatoren sind besonders leicht zu reinigen und sicher in der Handhabung, da sie ohne Ventilatorrad und Gitter auskommen", weiß der TÜV-Experte.


Das sollten Sie beim Ventilator-Kauf noch bedenken

Haben Sie sich für ein Modell entschieden, dann gibt es folgende weitere Aspekte, die Sie bei Ihrer Kaufentscheidung beachten sollten:

  • Wählen Sie ein Modell mit einem Geräuschpegel unter 45dB. Gerade wenn der Ventilator im Sommer stundenlang läuft, stören lautere Geräte bei der Arbeit.
  • Je größer der Grad der Luftumwälzung, desto höher ist der zu erwartende Stromverbrauch. Einfache Tischventilatoren wälzen zum Beispiel nur 600 Kubikmeter Luftgemisch in einer Stunde um, hochwertige Modelle schaffen bis zu 2.000 m³ pro Stunde, verbrauchen dafür aber mehr Strom. Wie hoch die Leistungskraft sein muss, hängt natürlich von der Raumgröße ab.
  • Bei Stand- und Tischventilatoren sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie sich im Winkel neigen und feststellen lassen. Nur so können Sie den für Sie idealen und gesunden Luftstrom einstellen und den Luftzug in die gewünschten Bahnen lenken.
  • Das GS-Zeichen und das TÜV-Prüfsiegel zeigen, dass die Geräte von Experten geprüft wurden und einem hohen Sicherheitsstandard entsprechen.
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