Nachricht

Arbeitspausen: Das sind die Vorschriften – so sollten Sie sie nutzen

Sorgen Sie für eine gute Pausenkultur im Betrieb

Pausen während der Arbeit sind gesetzlich vorgeschrieben: Wer länger als 6 Stunden arbeitet, muss mindestens 30 Minuten Pause machen. Wer länger als 9 Stunden arbeitet, muss 45 Minuten Ruhepause einhalten. Doch wegen Stress und einem zu hohen Arbeitspensum entscheidet sich mehr als ein Viertel der Beschäftigten dafür, lieber ohne Erholungsphase den ganzen Tag durchzuarbeiten. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist es etwa ein Fünftel, das sich entscheidet lieber keine Arbeitsunterbrechung einzulegen. Dabei sind Pausen enorm wichtig, damit Beschäftigte fit und leistungsfähig bleiben. Achten Sie in Ihrem Betrieb deshalb auf eine gute Pausenkultur! Wie diese aussehen kann, erklärt Dr. Sabine Gregersen, Psychologin bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Klar ist: "Wer die Pause auslässt, arbeitet zwar länger, aber deutlich weniger effektiv. Zugleich steigt die Gefahr von Unfällen."


Pausenzeit nehmen und nutzen

Zunächst einmal sollten Sie sich die Zeit für die Ihnen zustehenden Pausen also auch nehmen. Sie ausfallen zu lassen, bringt niemandem etwas, sondern schadet dem Beschäftigten als auch dem Betrieb. Die Expertin erklärt: "Dauerbelastung macht müde, die Arbeitsergebnisse werden schlechter und es passieren mehr Fehler"

Als Zweites sollten Sie darauf achten, dass Sie sich in Ihren Pausen auch tatsächlich erholen. Schnell den Wocheneinkauf zu erledigen oder die Schuhe zum Schuster zu bringen, ist keine ausreichende Erholung. Wer die Pause zum Essen nutzt, sollte das bewusst und in Ruhe tun. Für das soziale Miteinander ist es gut, die Zeit mit Kollegen zu verbringen. Gespräche sollten sich dann allerdings nicht um die Arbeit drehen.


Auch Kurzpausen können erholsam sein

Damit eine Pause erholsam ist, muss sie nicht eine halbe Stunde oder länger dauern. Kurzpausen, die Sie für den Gang in die Küche oder für ein paar Bewegungseinheiten nutzen, bringen Abwechslung in den Arbeitsalltag und sorgen damit für Erholung.


Geben Sie der Pause ein gutes Image!

Führungskräfte sollten beim Thema Arbeitspausen ein gutes Vorbild sein. Wenn der Chef "durchackert", fühlen sich Beschäftigte möglicherweise dazu animiert, es ihm gleichzutun. Pausen brauchen im Betrieb unbedingt ein gutes Image! Vorgesetzte sollten also mit gutem Beispiel vorangehen. Auch zwischen den Beschäftigten sollte kein Wettbewerb entstehen, wer denn nun (vermeintlich)  fleißiger ist und weniger Pausen macht.

Die Fachfrau von der BGW rät, das Thema "Pausen" offen anzusprechen und alte Muster zu durchbrechen. Denn meist ist es einfach eine schlechte Angewohnheit, wenn Mitarbeiter ihre Pausen ausfallen lassen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsunterbechungen sollten selbstverständlich in den Arbeitstag integriert sein und zusätzliche Kurzpausen sollten ermöglicht werden.

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies in Ihrem Browser platziert werden.  [mehr erfahren] OK, verstanden