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500 Euro für die Gesundheitsförderung

Seit 1. Januar 2019 müssen Sie dieses Detail beachten

Arbeitgeber können Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) pro Jahr und Mitarbeiter mit 500 Euro fördern – steuer- und sozialversicherungsfrei, so steht es in §3 Nr. 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Die 500 Euro müssen zusätzlich zum Lohn ausgezahlt werden. Das alles ist an sich nichts Neues, sondern schon seit dem Jahr 2009 möglich. Neu ist aber, dass seit dem 1. Januar 2019 nur noch zertifizierte Maßnahmen steuerbefreit sind. Darauf sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer achten, wenn sie den finanziellen Vorteil nutzen wollen.

Steuerfrei gefördert werden können grundsätzlich

  • Bewegungsprogramme wie Rückenkurse,
  • Ernährungsangebote (Ernährungsberatung, Ernährungskurse),
  • Angebote zur Suchtprävention, bspw. Raucherentwöhnung, und zur
  • Stressbewältigung sowie
  • Fortbildungen im Bereich Gesundheit und Arbeitsgestaltung,

die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§20 und 20b Abs. 1 i. V. mit §20 Abs. 1 Satz 3SGB V entsprechen. Seit Anfang des Jahres 2019 müssen die Maßnahmen nun also außerdem nach dem "Leitfaden Prävention" zertifiziert sein.

Kursanbieter können sich ihr Angebot über die Zentrale Prüfstelle Prävention zertifizieren lassen. Arbeitgeber oder Beschäftigte sollten vor einer Kursteilnahme prüfen, ob das von ihnen gewählte Angebot über die Zertifizierung verfügt.


Übrigens: Beiträge für einen Sportverein oder für ein Fitnessstudio zählen nicht zu den förderwürdigen BGF-Maßnahmen. Die Angebote müssen dazu geeignet sein, den allgemeinen Gesundheitszustand der Beschäftigten zu verbessern.


Auch Sachleistungen sind steuerbefreit

Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. weist darauf hin, dass nicht immer Geld fließt, sondern dass auch Sachleistungen zur BGF zählen können. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn größere Betriebe im eigenen Haus Angebote aus den oben genannten Bereichen offerieren. Dem Steuervorteil tut das allerdings keinen Abbruch: Auch bei Sachleistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung gilt die 500-Euro-Grenze.

Übersteigt der Wert der gesundheitsfördernden Maßnahme in einem Jahr die 500-Euro-Grenze pro Mitarbeiter, wird nur der Betrag, der über die 500 Euro hinausgeht, abgabenpflichtig. Kommt ein Beschäftigter also in den Genuss von Gesundheitsförderung im Wert von 600 Euro, sind nur die 100 Euro zu viel zu versteuern.


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