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Gute Sicherheitsschuhe, gesunder Rücken

Der AGR weiß, worauf Sie beim Schuhkauf achten müssen

Sie haben ständig Rückenschmerzen und haben keine Ahnung, woran das liegen könnte? Vielleicht sollten Sie mehr auf Ihre Schuhe achten? Die Aktion gesunder Rücken e.V. (AGR) erklärt, welche Schuhe Rückenprobleme verursachen können und worauf Sie beim Kauf von Sicherheitsschuhen, aber auch beim Schuhkauf generell achten sollten.

Folgende Schuh-Eigenschaften schaden nicht nur den Füßen, sondern können auch schlecht für den Rücken sein:

  • hohe Absätze
  • harte Sohlen/unzureichende oder gar fehlende Dämpfung. Dadurch ist jeder Schritt ein "Schlag" auf die Wirbelsäule
  • eine falsche Passform: Viele Schuhe lassen den Füßen nicht genügend Platz
  • dauerhafte Stoß- und Stauchbelastungen


Wenn Sie Schuhe mit diesen negativen Eigenschaften tragen, können Verspannungen und Schmerzen im Rücken die Folge sein.


Das ist ein guter Schuh

"Ein guter Schuh fördert das natürliche Abrollverhalten des Fußes und führt ihn sicher in der Ferse. Das schont und entlastet Füße und Rücken", erklärt Detlef Detjen, Geschäftsführer des AGR. Achten Sie bei der Auswahl von neuen Schuhen also in erster Linie auf Komfort, Halt und sicheren Gang. Die Optik und modische Kriterien sollten erst als zweiter Aspekt betrachtet werden.


PSA: Sicher für einen starken Rücken

Mittlerweile gibt es richtig schicke Sicherheitsschuhe. Doch auch hier gilt: Achten Sie erst auf die für Ihre Gesundheit und für Ihre Sicherheit wichtigen Merkmale und dann auf das Aussehen! Neben den Schutzfunktionen, die Sicherheitsschuhe für den jeweiligen Arbeitsplatz brauchen, sollte der Schuhleisten dem aktuellen Wissensstand der Orthopädietechnik entsprechen.

Die Passform ist das A und O! Darauf sollten Sie achten:

  • Meist ist es notwendig, für die Belegschaft ein Schuhmodell in mehreren Weiten zu kaufen. Schließlich ist jeder Fuß anders! Zu enge Schuhe können die Haut reizen, zu weite Schuhe bieten nicht genügend Halt. Verkrampfungen in der Fußmuskulatur können die Folge sein.
  • Auch die Länge des Schuhs muss stimmen – sonst verändert sich der Gang und die Gelenke werden unnötig belastet. Bei zu kleinen Schuhen verändert sich nach einer Weile durch den Druck die Winkelstellung der Zehen. Sind Schuhe zu groß, dann rutscht der Fuß im Schuh herum, was auf Dauer zu einer Veränderung des Gangbildes und zu einer Mehrbelastung der Gelenke führt.
  • Eine gute Fersenführung entlastet die Sprunggelenke, reduziert Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden, sorgt für einen sicheren Gang und verhindert schmerzhaftes und gefährliches Umknicken. Dafür sollte der Schuh eine leicht umfassende Stütze der Ferse haben.
  • Vergessen Sie auch bei Sicherheitsschuhen eine ausreichende Dämpfung nicht, die optimalerweise an das Gewicht des Trägers angepasst ist.

Auf der Webseite des AGR finden Sie eine Checkliste für rückengerechte Sicherheitsschuhe.


Tragen Sie auch sonst einfach gute Schuhe!

Wenn Sie bei der Arbeit keine Berufsschuhe oder Sicherheitsschuhe tragen müssen, empfiehlt der AGR auf Clogs oder Freizeitschuhe zurückgreifen, die folgende Eigenschaften haben:

  • Optimale, bequeme Passform: Die Leisten sollten sich in Länge und Breite an der natürlichen Fußform orientieren und ausreichend Platz sowie genügend Halt bieten.
  • Eine gute Dämpfung, die je nach Bereich stärker oder schwächer sein sollte, da sich der Druck beim Gehen unterschiedlich verteilt. Ideal sind laut AGR Sohlen, die sich je nach Körperwärme und Gewicht individuell an den Schuhträger anpassen.
  • Schuhe sollten aus atmungsaktivem Material bestehen.

Sogenannte "Aktivschuhe" lösen durch ihre Sohlenform und ihre Dämpfung kleine Balancebewegungen aus und unterstützen damit nicht nur den Gang, sondern auch die Fitness ihres Trägers, indem sie die Belastung für Füße und Rücken auf harten, unnachgiebigen Böden reduzieren. Das weiche, flexible Fußbett aktiviert außerdem die Muskulatur. "Die Muskulatur ist unser natürlicher Stoßdämpfer", erklärt Detjen. "Sie entlastet Gelenke und Bandscheiben."

Mit Schuhen, die oben genannte Qualitätskriterien erfüllen, können Fehlstellungen wie Senk-, Spreiz- und Plattfüße verhindert werden und ein aufrechter Gang wird gefördert. Das alles kommt dem Rücken zu Gute.

Für alle "Treter", egal ob für die Arbeit oder für die Freizeit, gilt: Schuhe, die Füße und Gelenke entlasten, können Schäden an der Wirbelsäule vorbeugen. Auch die Gefahr, umzuknicken, sinkt erheblich. So überstehen Sie Ihren Arbeitstag schmerz- und unfallfrei!

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