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Urlaub: Gesetzliche Regelungen und Infos

ifaa-Infos für gelungene Ferien

Auf wie viele Urlaubstage habe ich Anspruch? Darf ich in meinem Urlaub einer Erwerbstätigkeit nachgehen? Sollte ich einen langen Urlaub nehmen oder mir lieber mehrere kurze Auszeiten gönnen? Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) informiert rund um das Thema Urlaub:

  • Alle erwerbstätigen Menschen in Deutschland haben Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. So steht es im Bundesurlaubsgesetz.
  • Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt jährlich 24 bezahlte Werktage. Durch Tarifverträge und freiwillige Erhöhung durch den Arbeitgeber kann dieser Anspruch erweitert werden.
  • Der Urlaub für Minderjährige ist im Jugendarbeitsschutzgesetz geregelt. Auszubildende und erwerbstätige Jugendliche, die zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt waren, haben demnach Anspruch auf 30 Werktage Mindesturlaub. Jugendliche, die noch nicht 17 waren, haben ein Anrecht auf 27 Tage Urlaub im Jahr und die noch nicht 18 Jahre alt waren auf 25 Tage.
  • Der volle Urlaubsanspruch entsteht erstmals nach sechs Monaten.
  • Der Urlaub muss beantragt und genehmigt werden.
  • Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur erlaubt, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Beschäftigten liegende Gründe dies rechtfertigen. Wird Urlaub ins Folgejahr übertragen, muss er in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs, also spätestens bis zum 31.03., beantragt, gewährt und genommen werden. Seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im November müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten über noch nicht genommenen Urlaub aufklären und vor Urlaubsverfall warnen.
  • Im Urlaub dürfen Sie laut § 8 des Bundesurlaubsgesetzes keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, schließlich ist die Auszeit vom Job zur Erholung gedacht. Nur wer sich im Urlaub gut erholt, kann danach wieder motiviert, entspannt und produktiv durchstarten.
  • Wird ein Arbeitnehmer in seinem Urlaub krank, dann kann er sich die Urlaubstage "gutschreiben" lassen – er muss dafür nur ein ärztliches Attest über seine Arbeitsunfähigkeit vorlegen. Andere Regelungen gelten aber, wenn ein Beschäftigter während seiner Ferienzeit im Ausland erkrankt. "Ein Attest aus dem Ausland wird nur dann anerkannt, wenn es zwischen den Ländern ein Sozialversicherungsabkommen gibt oder die dortige staatliche Krankenkasse das Attest schriftlich bestätigt. Werden diese Kriterien nicht erfüllt, muss keine Entgeltfortzahlung geleistet werden. Zudem verlängert sich der Urlaub nicht automatisch um die Tage der Krankheitszeit", erklären die ifaa-Experten.
  • Der Urlaub kann aufgeteilt oder auf einmal genommen werden. "Für die perfekte Urlaubsplanung gibt es kein Patentrezept. Zu empfehlen ist, mindestens ein Block mit 10 Arbeitstagen in Folge zu nehmen und den restlichen Urlaub auf mehrere Urlaubsblöcke pro Jahr zu teilen", so das ifaa.

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