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GDA zieht Fazit ihrer Arbeit

Das haben die Programme zu MSE, Psyche und Orga gebracht

Was hat die zweite Strategieperiode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) gebracht? Die Schwerpunkte der GDA-Arbeit waren von 2013 bis 2018

  • Orga: Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
  • Psyche: Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung
  • MSE: Prävention macht stark – auch Deinen Rücken

Zu allen drei Schwerpunkten hat die GDA jetzt ein Fazit gezogen. Grundsätzlich zeigt sie sich zufrieden mit den Effekten, den die Arbeitsprogramme hatten.


Das "Arbeitsprogramm Psyche" und seine Erfolge

Allen voran ist als Erfolg des Arbeitsprogramms Psyche die Handlungshilfe "Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen" zu nennen, von der laut GDA 130.000 gedruckte Exemplare angefragt wurden. Außerdem seien zwischen 2013 und 2018 viele Hilfen entwickelt und viele gute Praxisbeispiele gefunden worden. Die Unfallversicherungsträger hätten in dieser Zeit mehr als 84.000 Maßnahmen durchgeführt, um Betriebe bei der GBpsych zu unterstützen. Fast 13.000 Betriebe wurden besichtigt und beraten. "Auch, wenn noch nicht alle Betriebe eine angemessene Gefährdungsbeurteilung vorweisen können, zeigt sich trotzdem: Das Thema psychische Belastung ist in den Betrieben schon weitestgehend angekommen", erklärt die GDA in ihrem Abschlussbericht.


MSE-Prävention ist noch lange nicht abgeschlossen

"MSE bleibt auch weiterhin ein wichtiges Handlungsfeld der Prävention mit den Schwerpunkten: Gefährdungsbeurteilung, Prüfung und Entwicklung passender Instrumente und Angebote für kleine Betriebe, arbeitsmedizinische Vorsorge, zielgerichtete Unterstützung von Führungskräften", erklärt die GDA. Eindeutig war, dass sich die Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen nach Arbeitsschutz-Kontrollen, die im Rahmen des Arbeitsprogramms durchgeführt wurden, in den meisten Betrieben verbesserte.

Ziel des Schwerpunktes MSE war es unter anderem, die Gesundheitskompetenz der Beschäftigten zu stärken, was im Rahmen der Kampagne durch Angebote (zum Beispiel das Online-Portal gdabewegt.de, neue Begleitprozesse, Seminarmodule oder Handlungshilfen) gelungen sei. Dennoch macht die GDA klar: Die Sensibilisierung und die Aufklärung rund um das Thema MSE müssen weitergehen – laut GDA am besten, indem Bund, Länder, Unfallversicherungsträger, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Krankenkassen, Fachverbände und Rentenversicherung kooperieren. Die GDA empfiehlt dieser Kooperation außerdem eine enge Verknüpfung mit der Nationalen Präventionsstrategie.


Ergebnisse des Arbeitsprogramms Orga

Effektivere Arbeitsschutzorganisation, qualitative Verbesserung bei der Gefährdungsbeurteilung: Das waren die primären Dinge, die das Arbeitsprogramm Orga in die Betriebe bringen sollte. Ein durchschlagender Erfolg ist hier der bekannte und gut genutzte GDA-ORGACheck, mit dem Betriebe ohne viel Aufwand den Stand und mögliche Verbesserungen in ihrer Arbeitsschutz-Organisation ermitteln können. Dass in Sachen Arbeitsschutzorganisation und GBU hoher Beratungsbedarf besteht, verraten die Zahlen: Alleine in den Jahren 2013 bis 2016 nutzten rund 170.000 Besucher das Online-Tool ORGAcheck; 220.00 gedruckte Exemplare gingen in Betriebe. Besonders nachgefragte Themen waren laut GDA "Verantwortung und Aufgabenübertragung", "Planung und Beschaffung" sowie "Fremdfirmen und Lieferanten".

Die zweite Strategieperiode ist zu Ende, die Aufgaben bleiben: Um die Prävention in Betrieben zu verbessern, braucht es weiter Information, Handlungshilfen und Kontrollen.

2019 hat nun die dritte Strategieperiode der GDA begonnen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Gefährdungsbeurteilung.

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