Nachricht

Professionen im Arbeitsschutz: Erste Ergebnisse der Basi-Umfrage

Was die Zusammenarbeit von Sifa, BA & Co. bringt

Welche Kompetenzen müssen Arbeitsschützer in Zukunft haben? Wie können sie besser zusammenarbeiten? Und was bringt eine solche Kooperation? Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) führt in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal die Umfrage zu "Professionen im Arbeitsschutz" durch, deren Ergebnisse auf dem A+A-Kongress 2019 vom 5. bis 8. November 2019 in Düsseldorf präsentiert und diskutiert werden sollen. Bis zum A+A-Kongress läuft die Befragung zwar noch, erste Ergebnisse gibt es trotzdem schon – und diese möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten!

Bisher haben 140 Personen, die einer solchen Professionen im Arbeitsschutz angehören (von der Fachkraft für Arbeitssicherheit bis zum Betriebsarzt), teilgenommen. Die bisherigen Ergebnisse auf einen Blick:

  • 82 % der Umfrage-Teilnehmer sehen bei Kooperationen von Vertretern der unterschiedlichen Professionen positive Synergieeffekte.
  • Die meisten Teilnehmer sehen eine Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen also als positiv an: Die Arbeit wird effektiver und es können Kosten gespart werden.
  • Vorteile durch eine Zusammenarbeit entstehen vor allem bei Gefährdungsbeurteilungen, Arbeitsplatzbegehungen (30,6 %), Arbeitsplatzgestaltung (20,4 %) und Schulungen und Unterweisungen (12,4 %).
  • Verhindert wird eine solche Kooperation oft durch Zeitmangel. Prof. Rainer Wieland von der Bergischen Universität Wuppertal erklärt: "Dem Zusammenkommen stehen offenbar in vielen Fällen auch mangelndes Interesse der Arbeitgeber und ein hoher Organisationsaufwand entgegen."
  • 37,2 % denken, dass man schon während der Ausbildung Einblick in andere Arbeitsschutz-Professionen bekommen sollte. Dadurch entstehe ein besseres Verständnis füreinander und der Brückenschlag werde einfacher.
  • 80,2 % der befragten Arbeitsschutz-Experten kooperieren mit der Betriebsleitung, 70,2 % mit der Unternehmensleitung.
  • 54 % arbeiten mit der Personalabteilung zusammen. Hier sieht der Basi-Geschäftsführer Bruno Zwingmann Wachstumspotenzial: "...  diese Zahl wird in nächster Zeit vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von demografischer Entwicklung und Inklusion wachsen."
  • Die meisten Befragten sind sich einig, dass Führungskräfte einen entscheidenden Beitrag zu Sicherheit und Gesundheit in Unternehmen leisten.

Die endgültigen Ergebnisse der Basi-Befragung werden also eins der zentralen Themen auf dem A+A-Kongress sein. Kommen Sie nach Düsseldorf und diskutieren Sie mit!

Auch diese Nachrichten könnten Sie interessieren:

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies in Ihrem Browser platziert werden.  [mehr erfahren] OK, verstanden