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TUIS-Zahlen 2018: Läger und Anlagen sind brandgefährlich

Besonders oft war Hilfe bei Unfällen mit chemischen Produkten vor Ort gefragt

Etwa 2-mal am Tag unterstützen die Werkfeuerwehren des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems (TUIS) die öffentlichen Einsatzkräfte: 601-mal war im Jahr 2018 der telefonische Rat von TUIS, einer Einrichtung der deutschen chemischen Industrie, gefragt. Das ist aus der Statistik für 2018 abzulesen, die der Verband der chemischen Industrie e.V. (VCI) jetzt vorgelegt hat. Außerdem geht daraus hervor: Läger und Anlagen sind Einsatzschwerpunkte für die Spezialisten. Die Beratungen vor Ort sind außerdem im Vergleich zu 2017 um ein Drittel gestiegen – von 29 Einsätzen in 2017 auf 40 Einsätze in 2018!

TUIS leistet den Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren, Polizei oder anderen Katastrophenschutzhelfern sowie der Deutschen Bahn kostenlos fachliche Hilfe bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten. Peter Schäfer, Vorsitzender des Arbeitskreises TUIS im VCI: "Mit insgesamt 712 Einsätzen war TUIS ein Partner, auf den sich Feuerwehren und Polizei rund um die Uhr an 365 Tagen verlassen können." Die telefonische Beratung (Stufe 1) habe sich nach einem Hoch 2017 im Jahr 2018 mit insgesamt 601 telefonischen Beratungen wieder auf Normalbereich eingependelt. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Fälle, in denen die die Fachleute der Werkfeuerwehren mit ihrer Spezialausrüstung (Stufe 3) ausrücken mussten: 71 Mal im vergangenen Jahr; 2017 waren es noch 90 Fälle gewesen.


Läger und Anlagen sind Unfallschwerpunkte

Die Jahresstatistik zeigt außerdem: In mehr als 60 % der telefonischen Anfragen ging es um Vorfälle in Lägern und Anlagen. Bei etwa einem Viertel dieser Stufe-1-Einsätze war Hilfe bei Transportunfällen auf Straßen gefragt. Bei dem erhöhten Anfrage-Aufkommen der Stufe 2 ging es in knapp 50 % der Fälle um Läger und Anlagen und bei etwa einem Drittel um Transportunfälle auf der Straße. In 47 % der Fälle der technischen Hilfeleistung waren ebenfalls Läger und Anlagen die Problemfälle, bei einem Drittel die Straße.

Nach Bundesländern betrachtet hatte Nordrhein-Westfalen mit 347 Alarmen (Stufe 1 bis Stufe 3) "die Nase vorn". 148-mal unterstützten die Chemie-Werkfeuerwehren in Rheinland-Pfalz die örtlichen Gefahrenabwehrkräfte; in Bayern 86- und in Hessen 75-mal. Diese ungleiche Verteilung erklärt der VCI ganz einfach: Die meisten Einsätze waren in den Kern-Bundesländern der Chemie- und Pharmabranche zu verzeichnen.

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