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Staub: Wie Sie sich schützen, wie Sie ihn vermeiden

Video und Empfehlungen der BG Bau zur Prävention

Die meisten Menschen sind im Alltag nur geringen Belastungen durch Stäube ausgesetzt. Bei der Arbeit auf dem Bau ist das anders: Da wird häufig viel Staub aufgewirbelt. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) zeigt in einem Video anschaulich, wie die richtige Technik auch staubarmes Arbeiten ermöglicht.

Mehr Informationen zur Gefährlichkeit von Stäuben bietet das Präventionsprogramm „Bau auf Sicherheit. Bau auf Dich.“ Denn oft führen neben Unwissenheit auch Routinen, Bequemlichkeit oder das Gefühl von Zeitmangel zu unsicherem Verhalten.

Staub ist weit mehr als nur Schmutz: Vor allem Feinstaub, der zu klein ist, um an den Nasenhärchen oder Schleimhäuten hängen zu bleiben, kann bis in die Lunge gelangen und dort schwere Schäden verursachen – angefangen bei Bronchitis oder Asthma bis hin zu dauerhaften Schäden an den Bronchien, die die Lungenfunktion einschränken („Staublunge“) und lebensgefährlich sein können.

Besonders gefährlich sind Quarz- und Asbeststaub, weil sie Krebs erzeugen. Aber auch bestimmte Holzstäube können langfristig Nasenkrebs hervorrufen.

Giftige Stäube, die zum Beispiel beim Schweißen auftreten, können Blei, Cadmium und Mangan enthalten, die Leber oder Milz schädigen.

Am gefährlichsten ist die Aufnahme hoher Staubmengen über einen kurzen Zeitraum. Es gilt also, die Entwicklung von Staub möglichst zu vermeiden, mindestens aber sich mit geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) vor gesundheitlichen Folgen zu schützen.


Mit diesen Maßnahmen lässt sich Staub im Griff behalten:

  • Staub unmittelbar an der Entstehungsstelle absaugen: Bei Trennschleifern, Schlitz- und Putzfräsen oder Schleifgeräten nur geprüfte Systeme mit Stauberfassung verwenden.
  • Staubaufwirbelung oder Staubausbreitung verhindern: Staubablagerungen und Schutt beseitigt man am besten sofort.
  • Staub mit Wasser niederschlagen: So kann man z.B. bei Abbrucharbeiten der Staubentwicklung entgegenwirken.
  • Arbeitsräume ausreichend lüften. Bei hohen Staubbelastungen zusätzlich Luftreiniger verwenden.
  • Arbeitsplätze regelmäßig reinigen: Trockenkehren oder Abblasen wirbelt den Staub auf, Entstauber und Kehrsaugmaschinen sind vorzuziehen.
  • Nass- oder Feuchtbearbeitungsverfahren sind staubarm und sollten eingesetzt werden.
  • Nutzen Sie anstelle anmischbarer Pulver besser Granulate oder Fertigmassen mit weniger Staubentwicklung.
  • Maschinen und Geräte zur Stauberfassung regelmäßig prüfen und warten; besonders die Filter und die Absaugleistung ist im Auge zu behalten.
  • Persönliche Schutzausrüstung benutzen; tragen Sie bei staubintensiven Tätigkeiten ihre PSA und bewahren Sie sie getrennt von ihrer übrigen Arbeitskleidung auf. Benutzen Sie auch einen Atemschutz mit Partikelfilter.


Husten oder verstaubte Augen sind ein kurzfristiges Ärgernis. Wer aber regelmäßig Staub einatmet, läuft Gefahr, langfristig an Krebs zu erkranken. Es kann bis zu 40 Jahre dauern, bis der Krebs letztlich ausbricht.



Baustaub-Video der BG Bau aus der Reihe "Nachgebohrt"


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